Archiv für Mai, 2009
Klebstoffeinteilung
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen am 18. Mai 2009
In unseren Gesprächen mit professionllen Anwendern, als auch bei der Beratung der Endkunden tauchen bestimmte Fragen immer wieder auf. Die Beantwortung dieser Fragen wird durch einige Fachbegriffe und Strukturen bei der Einteilung in Klebstoffgruppen erleichtert. Dem Profi bringt dieses Grundwissen Vorteile und ein besseres Verständnis beim gemeinsamen Lösen seiner Füge- (Klebe-)Probleme. Für jemanden,der nicht täglich mit Klebstoffen zu tun hat, bringt dieses Wissen eine große Erleichterung bei der Klebstoffauswahl (u.a. im Baumarkt etc.).
Wir hoffen durch unsere grobe Einteilung der wichtigsten Klebstoffarten (es gibt noch einige mehr) den Klebern (Anwender) eine Unterstützung und Hilfe bei der Vorauswahl von Klebstoffen zu geben. Wir beschränken uns dabei auf die unterschiedlichen, grundlegenden Eigenschaften ohne dabei zu chemisch zu werden. Details und mehr Info’s folgen auf unserer Homepage mit den angeschlossenen Foren.
Obergruppen:
Lösemittel – Klebstoffe
Dispersions – Klebstoffe
Schmelz – Klebstoffe (Hotmelts)
Reaktions – Klebstoffe
Sekundenkleber (Cyanacrylate)
Haftklebstoffe
Haftvermittler (Primer)
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In den nächsten Tagen möchte ich Ihnen die Gruppen im Detail vorstellen unter dem Gesichtspunkt:
Mit welchem Klebstoff klebe ich was?
Bis dahin
Verarbeiten – aber wie?
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen am 14. Mai 2009
Eine häufig gestellte Frage und hier ein paar Anregungen in Kurzform.
Beschleunigung der Klebung
Klebstoffe die Luftfeuchtigkeit zum Aushärten benötigen, können durch ein kurzes Anhauchen der Klebestelle bei der Aushärtung unterstützt (beschleunigt) werden. Manchmal leistet auch Mamas Wäschesprüher vom Bügeln eine große Hilfe um einen Sprühnebel zu erzeugen. Aber bitte nur in Maßen! Auch hier gilt wie beim Klebstoffauftrag – Viel hilft nicht immer viel.
Hintergrund: Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit lässt den Härtungsvorgang verzögert ablaufen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann z.B. bei Cyanacyrlaten (Sekundenkleber) zu sofortigen Reaktion führen, ohne zu verkleben.
Gute Lüftung des Arbeitsplatzes
Wegen des starken Geruchs des Klebstoff ist es wichtig, beim Verarbeiten größerer Mengen den Arbeitsplatz gut zu belüften. Bei gewerblicher Anwendung und hoher Arbeitsplazbelastung muss eine Absaugeinrichtung installiert werden.
Haut- und Augenkontakt vermeiden
Einige Klebstoffe härten sehr schnell mit Luftfeuchtigkeit, d.h. auch mit der Feuchtigkeit der Haut, Schweiß, Tränenflüssigkeit aus. Aus diesem Grund ist beim Verarbeiten auf Haut- und Augenkontakt besonders zu vermeiden. Kleinere Klebstoffrückstände auf der Haut lösen sich meistens im Laufe der Zeit von selbst ab.
Hautverklebungen
Hautverklebungen weicht man in lauwarmem Seifenwasser ein oder behandelt sie mit Verdünner bzw. Reinigern – oftmals erreicht man Erfolge mit Aceton. Im Anschluss versucht man die Rückstände vorsichtig zu lösen. Sie können meistens nur mechanisch entfernt werden. Oftmals löst sich die oberste Hautschicht leider mit ab.
Spritzer in Auge, bzw. Mund
Gelangen Spritzer in die Augen oder in den Mund, dann das Auge bzw. den Mund unbedingt geöffnet halten und kräftig mit Wasser spülen. Sofort den Arzt aufsuchen! Hierbei ist zu erwähnen, daß viele Klebstoffe in Kleinstmengen weitgehend physiologisch unbedenklich sind.
Schnelle Reinigung
Verschmierter Klebstoff sollte sofort mit einem verdünnerbefeuchteten, faserfreien Tuch entfernt werden. Flecken in Textilien entfernt man ebenfalls sofort mit Verdünner evtl. mit Aceton oder Nagellackentferner. Achtung neuerdings sind viele Entferner schon acetonfrei, diese sind dann für unsere Zwecke ungeeignet. Auf jedem Fall muss die Beständigkeit des Werkstoffes gegenüber Aceton beachtet werden (Vorsicht bei Kunststoffen).
Lagerung
Die Haltbarkeit von Klebstoffen ist begrenzt, kann aber oftmals bei kühler, trockener Lagerung (Kühlschrank) verlängert werden.
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So, damit ist wieder eine Frage beantwortet
Klebstoff als Klebeband im Körper – Gecko-Pflaster
Verfasst von Michael Windecker unter Aussergewöhnliches am 13. Mai 2009
Ich lese gerade eine ältere Ausgabe der Zeitschrift “Kleben fürs Leben” (Ausgabe 2008) und dort einen Artikel über die Verwendung von Klebstoffen in der Medizin.
Vom Haftprinzip von Echsen, Geckos respektive ihrer Füße, haben sich Forscher inspirieren lassen und eine High-Tech-Klebe-Bandage entwickelt. Mit diesem sich selbst auflösenden “Gecko-Pflaster” könnten wohl schon bald Wunden im Inneren des Körpers geklebt werden.
Cool, oder?
Und da die Klebe-Bandage beliebig gefaltet werden kann, lässt sie sich auch bei schwer zu nähenden Wunden verwenden. Mit einem speziellen Klebstoff aus einem Zuckerpolymer kann die Bandage auch in feuchten “Umgebungen” verwendet werden.
Ist schon faszinierend, was wir Menschen so alles “bauen”.
Was sind eigentlich R- und S-Sätze?
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen am 12. Mai 2009
Ich werde wirklich manchmal spannende Dinge gefragt. In diesem Beitrag möchte ich eine Frage beantworten, die sich nach R- und S-Sätzen erkundigt.
R- und S-Sätze (“Risiko- und Sicherheitssätze”) sind Warnhinweise in Code-Form, um Gefahrenmerkmale von einzelnen Gefahrstoffen zu charakterisieren.
Es handelt sich dabei nicht um irgendeine Idee sondern um ein wichtiges Hilfsmittel der Gefahrstoffkennzeichnung (innerhalb der EU ist die Gefahrstoffkennzeichnung Pflicht).
Die R-Sätze sind der Ausgangspunkt bei der Einstufung eines gefährlichen Stoffes, indem sie das Risiko beschreiben. Wenn dieses Risiko beschrieben ist, kann die mögliche Gefahr entsprechend beschrieben werden (Gefahrenbezeichnung), die Gefahrenbezeichnung dann entsprechend symbolisiert werden (Gefahrensymbole) und schliesslich der sichere Umgang mit diesen Stoffen formuliert werden – letzteres ergibt dann die S-Sätze.
Schauen wir uns einige gängige Beispiele be unseren Klebstoffen an.
Beispiel R-Sätze
R 10 Entzündlich.
R 11 Leichtentzündlich.
R 12 Hochentzündlich.
…
R 36 Reizt die Augen.
R 37 Reizt die Atmungsorgane.
R 38 Reizt die Haut.
….
R 52/53 Schädlich für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkung haben
R67 Dämpfe können Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen
Beispiel S-Sätze
S 1 Unter Verschluss aufbewahren.
S 2 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
S 3 Kühl aufbewahren.
S 4 Von Wohnplätzen fernhalten.
…
S 24 Berührung mit der Haut vermeiden.
S 25 Berührung mit den Augen vermeiden.
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Die S-Sätze sollen Gefahren bei ‘nicht richtigem Gebrauch’ herausheben und vorbeugen. Obwohl wir unsere Produkte ausschließlich an berufsmäßige Verwender liefern (dort werden normalerweise nur die Nummern der Sätze aufgedruckt) drucken wir den vollständigen Text auf unsere Label um dem Nutzer eindeutig auf die Gefahren hinzuweisen.
Wer noch mehr wissen will, bei Wikipedia ist das sehr gut beschrieben.
Ich hoffe die vielen Hinweise auf unsere “gefährlichen” Produkte haben keine abschreckende Wirkung auf ihre Nutzung, denn nur “Fehlverhalten” führt zu Problemen. In den letzten 10 Jahren sind uns, trotz zigtausender Anwendungen, nur 2 Fälle zu Gehör gekommen. Toi,Toi,Toi, ……….. und weiterhin gut kleb!
Klebstoff oder Klebstoffe?
Verfasst von Michael Windecker unter Rund ums Internet am 7. Mai 2009
Ja, das Internet begeistert mich.
Jetzt habe ich gerade im Blog Mehr Erfolg im Internet von einer schönen Google-Spielerei erfahren, die wir sogar noch gut für unsere eigene Recherche nutzen können: Google Trends.
Damit ich Trends in den Suchabfragen auf meiner eigenen Homepage anschauen kann, gibt es dieses kleine Zauberkästchen (nennt sich neudeutsch Gadget) und darin aktualisiert mir Google ein Mal täglich die Anzeige zu den Beispielbegriffen Klebstoffe, Klebstoff und Dichtmasse.
So kann ich selbst meine Homepage (die ja bald fertig ist) hinsichtlich der Suchbegriffe optimal optimieren ![]()
Da nehme ich dann natürlich andere Begriffe, das hier ist ja nur ein Beispiel!
Wunderbar!
Nach was suchen Sie eigentlich, wenn Sie nach Produkten rund ums Kleben und Dichten suchen?
Nach Markennamen oder nach allgemeiner Bezeichnung?
Klebstoffberatung – Caravan Dachluken
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Gut zu wissen, Tipps und Tricks am 6. Mai 2009
Es geht wieder los. Die Caravans und Reisemoblie werden für die erste grosse Ausfahrt aufgerüstet. Als intensiver Leser verschiedener Foren rund um den Wohnwagen (z.B.: wohnmobilforum.de, campen.de, motor-talk.de …) fallen mir immer wieder Diskussionen rund ums Dichten bzw. Kleben auf.
Unterschiedlichste Weltanschauungen treffen hier oftmals aufeinander, von Silikon über Polyurethan (Sika) bis zum Butyl (Dekalin), ist alles vertreten.
Bei Beratungen (persönlich oder telefonisch) durch unsere Techniker werden (vereinfacht) mehrere Punkte abgeklärt:
- Was wird es wenn es fertig ist? (Endprodukt)
- Einsatzgebiet (Bau, Auto, etc), Temperaturbereich, Belastung durch Medien (Wasser, Säure, Laugen, Fette, … )?
- Möchten Sie primär Dichten oder Kleben* (Kraft übertragen)?
- Wie soll der Dicht- bzw. Klebstoff aufgetragen werden? (Maschine oder Hand)
- Müssen Sie die Verklebung evtl. demontieren/lösen (z.B. zur Reinigung,Pflege,Reparaturfall)?
- Haben Sie entsprechende Auftrags- und Abluftvorrichtungen? (bei gewerblichem Auftrag)
Beim Einbau von Dachhauben, Luken, Klappen am Wohnwagen, Caravan, Reisemobil sind die nachfolgende Antworten ausschlaggebend und entscheidend:
Dachhaube oder Luke(1) im Womo oder Wowa(2) mit einer Temperaturbelastung von -20° bis +80°C sowie Wasser (auch Salzwasser) und evtl. Laugenbelastung. Die Einbauten werden durch Schrauben fixiert, so dass schwerpunktmässig das Dichten(3) im Vordergrund steht. Die Dichtungsmasse soll per Hand(4) aufgetragen werden und die Verbindung soll im Reparaturfall(5) oder zur Erneuerung wieder demontierbar sein (ohne Schäden am Caravan).
Aufgabe: Eine Dichtungsmasse mit mittlerem Temperaturstand und Bestand gegen Umwelteinflüsse evtl. einfach wieder demontierbar (ohne Schäden/rückstandslos).
PU erfüllt Vorgaben großteils. Vorteil: überträgt Kräfte. Nachteil: Härtet aus und ist nur mit Schäden demontierbar. Zusätzlich tauchen oftmals Probleme mit der UV-Strahlung auf.
MS-Polymere ergeben in der Regel ebenfalls kräftschlüssige Verklebungen und sind ähnlich schlecht zu demontieren. Ihre UV-Beständigkeit und das Elastizitätsmodul sind im Vergleich zum PU wesentlich verbessert.
Silicon erfüllt Vorgaben großteils. Vorteil: leichte, günstige Beschaffung. Nachteil: Fungizide Einstellung lässt mit der Zeit nach (Schimmel,Stock), um das Umfeld ist kleben, Dichten und lackieren fast unmöglich. Essigsilicon kann zu Lochfrass bei Alu führen.
Butyl-Dichtungsmassen erfüllen obige Anforderungen am Besten. Sie sind extrem dicht und haben sehr gute UV- und Witterungsbeständigkeit. Für den Caravan Sektor wurden spezielle abtupfbare, dauerplastische Dichtungsmassen (DEKAseal 8936) entwickelt. Diese kann man nach dem Ablüften (ab 30min – je nach Witterung) mit sich selbst abtupfen – Analog zu Knete oder Playdoh (so heißt es heute). Es bildet kleine Kügelchen mit denen der Rest aufgenommen wird. Bei Problemen einfach mal bei den Kids zugucken.
Puh – das war jetzt mal ordentlich Theorie!
In einem der nächsten Artikel werden wir dann praktischer – versprochen.
Bis dahin
Unsere neue Homepage nimmt Formen an!
Verfasst von Michael Windecker unter Firmen-Informationen am 5. Mai 2009
Ich werde noch zum richtigen Internet-Fan. Nicht nur, dass das Bloggen Spass macht, jetzt sind auch erste Ergebnisse bei unserer neuen Homepage sichtbar.
Wollen Sie mal durchs Schlüsselloch schauen?

Die Homepage ist wie bisher auch mit TYPO3 umgesetzt (ein geniales Stück Software) und wird uns nun, dank des neuen Konzepts endlich ermöglichen, Sie mit allen wichtigen und interessanten Informationen rund um das Thema Kleben, Dichten und dazugehörige Anwendungsgebiete zu verwöhnen.
Schreiben Sie mir ruhig schon jetzt, was Sie sich von der Homepage eines Klebstoff-Herstellers wünschen. Welche Inhalte, welche Funktionen hätten Sie gerne? Schliesslich machen wir die Homepage für Sie
So, ich mache jetzt weiter am Homepage-Konzept



