Archiv für Juni, 2009
Korrosionsschutz – auch ein Thema von uns!
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen am 29. Juni 2009
Ich bin immer wieder vom Interesse vieler Blogleser begeistert und das Schreiben macht richtig Spass.
Heute möchte ich ein Thema aufgreifen, das vielleicht nicht jeder mit uns in Verbindung bringt, den
Korrosionsschutz
Ja, auch in diesem Bereich haben wir Lösungen, die sich insbesondere in der Wartung und Instandhaltung bewährt haben.
Wir teilen diese nach der Rohstoffbasis ein:
Bitumenbasis
gute Haftung auf Metall, gute Korrosionsschutzwirkung, gute Antidröhnwirkung.
Kautschuk-Harz-Basis
gute Abriebfestigkeit, gute Korrosionsschutzwirkung, gute Antidröhnwirkung, gut überlackierbar.
Kunstharzbasis (Hybride)
im wesentlichen wie Kautschuk-Harz-Basis, mit Autoreparaturlack einfärbbar.
Dispersionsbasis
ähnlich wie Kautschuk-Harz-Basis, umweltfreundlich (lösemittelfrei), überlackierbar.
Wachsbasis
hervorragender Korrosionsschutz, gute Metallhaftung, gut für Hohlraumversiegelung.
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Ich werde immer mal wieder einzelne Produkte diesbezüglich vorstellen – wenn Sie konkrete Fragen haben, dann einfach stellen.
Klebstoffeinteilung Teil 1 Dispersionen
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Gut zu wissen, Tipps und Tricks am 26. Juni 2009
Dispersionsklebstoffe
Dispersionsklebstoffe nutzen Wasser als Lösemittel (Dispersionsmittel), in der die Klebstoffbestandteile (z. B. Casein, thermoplastische oder elastomere Polymerpartikel) als Dispersion vorliegen, d.h. der feste Anteil (Kunstharze) liegt fein verteilt in der Flüssigkeit (Wasser). Ein Dispergiermittel verhindert die Klumpenbildung. In der Regel liegt der Wassergehalt zwischen 30 und 50 Prozent.
Häufigste Grundrohstoffe sind Polyacrylate und Vinylacetate und Copolymere. Im Volksmund auch Weiß-, Holz- oder einfach Leim genannt.
Nach Aufbringen auf die zu verklebende Fläche beginnt die Aushärtung – durch das Entweichen des Dispergiermittels (zusammen mit dem Wasser) in die Fügeteile bzw. durch die Verdunstung in die Umgebung. Die Klebstoffbestandteile nähern sich dabei an und bilden einen Film, in dem sie sich nebeneinander legen. Dieser Film verbindet dann die Fügeteile. Im Gegensatz zu den Lösemittelsystemen findet hier kein Verknäulen der Molekülketten statt. Dies erklärt auch die in der Regel geringere Festigkeit der Verklebung.
Durch Zusatz eines Vernetzers (Isocyanat) kann die Adhäsion und Kohäsion deutlich verbessert werden, da hierbei zu der physikalischen noch eine chemische Verknüpfung erfolgt. Der Vernetzer bildet Querverbindungen ähnlich des Verknäulens der Ketten aus.
Wässrige Dispersionsklebstoffe werden heute vielfältig als Ersatz der Lösemittelklebstoffe verwendet, da sie keine gesundheitsbeeinträchtigenden Lösemittel freisetzen und bei der Verarbeitung keine Brand- bzw. Explosionsgefahr entsteht.
Die wasserbasierten Klebstoffe benötigen zum Abbinden eine längere Zeit oder eine Zugabe von Energie (Wärme, Infrarot). Die Lagerung ist ebenfals ein Problem. Zusätzlich zu der frostfreien Lagerung und dem Transport kann bei längerer Lagerung unter bestimmten Konditionen (hohe Luftfeuchte und Raumtemperatur) Schimmelbefall eintreten, da die meisten Klebstoffe mit Leitungswasser hergestellt werden.
Anwendungen und Grenzen
Dispersionsklebstoffe werden für Verklebungen von hochenergetischen Fügeteilen eingesetzt. Typische Fügeteile sind Leder, Stoff, Papier, Textilien, Schaumstoffe, Holz, beschichtete Metallbleche und hochenergetische Kunststoffe sowie Kombinationen dieser Stoffe. Dispersionen haben gute Benetzungseigenschaften und sind leicht verarbeitbar. Sie werden in der Regel einseitig aufgetragen (rakeln,pinseln, spritzen etc.) und sofort nass gefügt.
- Mindestens ein Fügeteil muss wasserdurchlässig sein (siehe Lösemittelklebstoffe), da die Aushärtung des Klebstoffes sonst sehr lange dauern kann. Trocknung ist stark abhängig von den Klimaverhältnissen. Mindesttemperatur und Nassklebzeit (offene Zeit) beachten!
- Die Fügeteile müssen bis zum Abbinden fixiert bleiben.
- Auf Grund des höheren Feststoffgehaltes (bis zu 75%) haben diese Klebstoffe ein höheres Fugenfüllungsvermögen. (kleinerer Schrumpf als bei Lösemittelsystemen)
- Bei Fügeteilen, die zur Korrosion neigen, sollten Dispersionsklebstoffe nicht eingesetzt werden. (Rost)
- Verklebungen mit Dispersionen sind meistens nur begrenzt wasserfest (empfindlich gegen hohe Feuchtigkeit/Wasser). Es kann zu einer vollständigen Versagen der Verklebung kommen.
So, und wieder ein Häppchen Know-How für Sie!
Wie sich Design auf die Klebekraft auswirkt
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Gut zu wissen am 25. Juni 2009
Während der Urlaubsvorbereitungen bin ich beim Stöbern im Internet auf eine interessante Seite gestoßen. Die Veröffentlichungen der Max-Planck Gesellschaft unter max-wissen machen einen neugierig auf Wissenschaft und Technik, sowie deren Ergebnisse. Mit dem Wissen der nachstehenden Veröffentlichung kann man nicht nur bei Frau, Kindern sowie dem Freundesumfeld schweren Eindruck schinden sondern auch noch reichlich für die tägliche Arbeit mit Klebstoffen ableiten.
Warum der Gecko, der mich aus dem Schlaf reißt, nicht von der Decke fällt bzw. Wie Gecko & Co die Materialforschung inspirieren (oder als download)
Für unsere Verklebungen können wir aus den Forschungen in der Nano-Welt grundsätzlich ableiten, das ein Kontakt immer dann entsteht,wenn sich zwei Flächen sich gut aneinder schmiegen (Auch ganz wichtig im Urlaub,oder?). An Rändern des Kontaktes setzen die Kräfte ein, die verantwortlich sind für die Haftung. (Van-der-Waals-Kraft). Hier lassen sich Naturgesetze entdecken, die bei der Auslegung einer Verklebung sehr wichtig werden.
Die Kontakttheorie ergibt das verblüffend einfache Gesetz: „Zerteile die Kontaktfläche in n kleinere Kontakte, wobei n eine natürliche Zahl ist, und steigere so die Kontaktkraft um den Faktor Wurzel n.“ Würde man also einen Kontakt in 10.000 kleinere Kontakte aufteilen, dann stiege die Haftkraft um den Faktor 100.
Durch die Kontakttheorie konnte das Instiut einen umfangreichen Wegweiser für die Haftung entwickeln. Er zeigt erstmals systematisch auf , wie die Größe, das Material und das Design der Nanofasern die Haftkraft beeinflusst.
Beim Auslegungen der Verklebungen in der Planung ist das klebgerechte Konstruieren enorm wichtig,wie man an der obigen Formel ablesen kann. Durch das richtige Konstruieren der Klebflächen lassen sich auch große Kräfte mühelos übertragen. In Zusammenarbeit mit dem Bremer IFAM Institut für Klebetechnik versuchen, wir als Hersteller, die Grenzen des Klebens als neue Fügetechnik ständig zu verschieben. Meistens sehr erfolgreich. Aber über die Zusammenarbeit mit dem IFAM demnächst mehr.
Ob die Geckos, die Gesetze auch alle kennen, wenn sie beim Beutezug auch durch unser Feriendomizil kraxeln?
Wäre ein neuer Forschungsansatz, oder?
Klebstoffeinteilung Teil 1 Lösemittelkleber
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen am 24. Juni 2009
So, auf vielfachen Wunsch beginne ich heute mit “Unterricht” – also ein paar Hintergrundinformationen zum Thema Klebstoffe.
Ich wünsche angenehmen Lesegenuss!
Physikalisch abbindende Klebstoffe
sind Klebstoffe, bei denen der fertige Klebstoff, das heißt das Polymer, auf die zu verklebenden Teile aufgebracht wird. Zuerst wird das Polymer in eine verarbeitbare Form gebracht (aufgelöst, dispergiert, geschmolzen), um später im Klebespalt wieder zu verfestigen.
Hierzu werden physikalische Verfahren angewendet (s.o.), d.h. die Aushärtung erfolgt durch Verdunstung bzw. Erkaltung und kann in der Regel mit dem gegenteiligen Verfahren meistens wieder rückgängig gemacht werden.
Zur Veranschaulichung:
Die Klebstoffmoleküle sind als lange Molekülketten im Klebstoff enthalten. Entweder als echte Lösung oder als Dispersion (Teilchen liegen nebeneinander). Beim Abbinden entweicht die Flüssigkeit, die Makromoleküle verknäulen sich und bilden eine zähe Masse, die immer härter wird.
Der Klebstoff trocknet einfach.
Das Polymer verklebt nach Ende der Trockung die Einzelteile z.B.: Nass- Kontaktkleben + Dispersion).
Weitere physikalische Verfahren sind Schmelzkleben und Haftkleben.
Lösemittelhaltige Nassklebstoffe
Bei lösemittelhaltigen Nassklebstoffen liegt das Polymer in organischen Lösemitteln gelöst vor. Die Lösung wird in der Regel aufgespritzt oder gepinselt. Das Fügen erfolgt, solange noch genügend Lösemittel in der Klebschicht vorhanden sind, um die Oberfläche des zweiten Fügeteils zu benetzen. Durch Verdunsten der Lösemittel bindet der Klebstoff ab. Er wird zäher und verfestigt sich durch die physikalischen Wechselwirkungen zwischen den Polymerketten.
Typische Lösemittel sind z. B. Ethylactat, Aceton, Spezialbenzin, Toluol uvm.
Zum Diffusionskleben thermoplastischer Kunststoffe, auch Kaltschweißen genannt, werden sie auch verwandt. Hierbei müssen beide Klebflächen mit dem Klebstoff bestrichen werden, der ein Lösemittel enthält, welches die Oberfläche der Fügeteile anzulöst. Kurz danach werden die beiden Fügeteile zusammengefügt unter Druck oder fixiert).
Die Polymerketten der angelösten Oberfläche durchdringen sich und miteinander verknäulen. Nach Entweichen des Lösemittels entsteht eine Verbindung, die rein auf Kohäsionskräften beruht. Bis zur Endfestigkeit kann es einige Tage dauern.
Einsatzgebiete und Grenzen (Risiken)
Lösemittelklebstoffe sind multifunkional einsetzbar und verkleben eine grosse Anzahl unterschiedlichster Materalien. Oftmals werden sie als Universalklebstoffe angeboten.
Lösemittelklebstoffe haben gute Benetzungseigenschaften (auch bei niederenergetischen Materialien) und erreichen nach dem Verdunsten schnell hohe Anfangsfestigkeiten (Handhabungsfest). Sie sind in der Regel alters-, witterungs- sowie chemikalienbeständig.
Einige sind sogar beständig gegen Weichmacher und Treibstoffe. Sie haben ein breites Temperaturspektrum von -40°C bis 90°C, einige sogar bis 120°C (Spezialeinstellungen bis 160°C)
- spannungsrissempfindliche Materialien wie zum Beispiel Polycarbonat sollten vor Anwendung getestet werden, da die einige Lösemittel Spannungsrisse auslösen können.
- Bei großen Klebflächen sollte mindestens ein Substrat lösemitteldurchlässig sein, da das vollständige Aushärten der Verklebung lange dauern kann (bis zu einigen Tagen oder Wochen).
- Lösemittelbelastung bei der Verarbeitung
Erste Lektion gemeistert. SUPER!
Erfolge durch neue IT
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Firmen-Informationen, Rund ums Internet am 22. Juni 2009
Vor vier Jahren startete DEKA Kleben & Dichten die bis dahin größste IT-Umstellung der Unternehmensgeschichte. Eine Umstellung des Warenwirtschaftssystes erfolgte, damit eine artikel- und kostenstellengenaue Bestandsführung erreicht werden konnte. Seit Anfang 2008 erfolgte etappenweise die Aktivierung des neuen Systems.
Die tatsächliche Differenz zwischen Ein- und Verkauf tagesaktuell abzubilden, war die große Herausforderung an die Software. In der vorangegangenen Zeit waren diese Werte (Kennziffern) erst nach dem Jahresabschluß exakt abzubilden. Aus diesem Grund erfolgte eine Umstellung auf eine artikelgenaue Werte- und Bestandsführung (permamente Inventur).Ein großer Aufwand bei Preisbildung und der Sortimentsumgestaltung waren die Folge.
Auf Grund der unterschiedlichen Software- und Systemlandschaft (Produktion, Lager, Auftragsmodul) mußte die ganze IT-Struktur überarbeitet werden. Alle Prozesse vom Auftrag über Beschaffung,Produktion, Logistik bis zum Rechnungswesen wurden abgebildet und dokumentiert.
Im nächsten Schritt wurden, gemeinsam mit den Prozessbeteiligten, alle Geschäftsabläufe unter den nachfolgenden Fragen :
- Was lässt sich bei den Abläufen optimieren?
- Wie sollen die Prozesse künftig ablaufen?
- Wie lassen sich Änderungen kurzfristig einbinden?
überarbeitet und angepasst. Die Quote der Änderungen lag bei nahezu 35 Prozent. Voraussetzung war das sich die Software den Prozesssen anpassen mußte und nicht umgekehrt.
Es waren Artikelnummern, Lieferanten, Einkaufspreise sowie Verkaufspreise zu vereinheitlichen und zu aktualisieren, sowie neue Kostenstellen anzulegen. Zusätzlich wurden einige Programme erweitert und angepasst.
So stellt die heutige Dispo automatisch Bestellvorschläge zur Verfügung, die bestätigt, abgeändert oder unverändert übernommen werden können. Dadurch wurde der Wareneinkauf verbessert und Umsatzpotentiale wurden besser ausgeschöpft.
Die erfolgreiche Umsetzung ermöglicht nun eine Kontrolle aller warenwirtschaftlichen und logistischen Abläufe in der Zentrale und den verschiedenen Außenlägern inclusive genauer Bestände und Werte in allen Bereichen. Künftig kann Mann/Frau mit den tatsächlichen Abverkaufsspannen kalkulieren und auf Schwankungen reagieren. So gelang es die Preissteigerungen in den letzten Jahren für unsere Kunden zu minimieren.
Nachdem nun die letzten Kinderkrankheiten entfernt wurden können wir uns ganz der nächsten Aufgabe widmen. Der Sprung in das Online/Internet Business. Mit der neuen IT wurde er schon vorbereitet und eröffnet zukünftig neue Perspekiven.
Wir freuen uns auf einen heißen Sommer – mit unseren neuen Projekten!
Blogpause beendet – mit einer kleinen Umweltaktion
Verfasst von Michael Windecker unter Link-Empfehlung am 16. Juni 2009
So, meine persönliche Blogpause ist beendet, ich komme langsam wieder auf Schreibtouren.
Eine guter Anlass, heute mit dem Bloggen weiter zu machen, ist diese Umweltaktion:
Schauen Sie einfach mal, ob das nicht eine schöne Idee ist, die Sie unterstützen wollen.
Ich hoffe im Sinne der Bäume, dass diese Idee auch “seriös” durchgeführt wird.
Eine andere Baumpflanz-Idee habe ich hier gefunden:
I plant a tree!




