Archiv für Kategorie Ihre Fragen – Unsere Antworten
Camping-, Caravan- und Out-Door Freunde – das neue Bordbuch 2012 ist ab sofort erhältlich
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen, Ihre Fragen - Unsere Antworten, Link-Empfehlung, Produktinformationen, Tipps und Tricks am 5. März 2012
Das Bordbuch 2012
das Campinghighlight des Jahres
Produktinformation und Technik rund um Reisemobil, Caravan und Trekking sind Thema im alljährlich erscheinenden Bordbuch. Auf über 200 Seiten werden nicht nur Produkte und Technik – verständlich auch für den Einsteiger – ausführlich erklärt, sondern auch der Reiseprofi kommt auf seine Kosten. Technische Experten-Tipps finden sich darin ebenso wie Reisestorys innerhalb Europas aber auch weit darüber hinaus. Der Anspruch vom „Bordbuch“ war und ist es die Plattform der Besten zu sein und immer die interessantesten Geschichten am Start zu haben.
Wir freuen uns mit unserem Partner GUG aus Ahaus wiederum Teil dieses tollen Buches sein zu dürfen.
Selbstverständlich haben wir unseren Teil dazu beigetragen und hochbrisante Fachinformationen sowie Insider Tipps preis gegeben. Einen kleinen Vorabeinblick erhalten Sie hier oder auf unserer Homepage. Das ganze Bordbuch erhalten Sie hier oder bei dem nächstgelegenen Frankana Fachhändler.
Neu zu unserem Team ist in diesem Jahr Konny Reimann gekommen. Bekannt als etwas schräger TV-Auswanderer haben wir ihn als Ausbauprofi der etwas anderen Art kennen gelernt. Ein absolut lesenswertes Werk! Viel Spaß!
Frühjahrsputz – Tipps für Caravan-, Wohnwagen- und Out-Door-Freunde
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen, Ihre Fragen - Unsere Antworten, Produktinformationen, Tipps und Tricks am 23. Februar 2012
Frühjahrsputz - oder wie mein Wohn-Wagen und Reisemobil den Winter besser verkraftet!
Wind und Wetter lassen Reisemobile und Wohnwagen schnell altern!
Die lange Standzeit und der Winter haben Spuren am Wohnmobil und Caravan hinterlassen. Ob festgetrocknete Fliegen oder klebriges Harz von Bäumen oder kleine, aber sichtbare Steinschläge bis hin zum modernden Laub der letzten Herbsttage – am Wohngefährt bleibt so allerlei “hängen”.
Folglich gibt es einiges zu tun, um das abenteuer-lustige Schätzchen ‘gesund’ in die nächste Saison zu bringen. Ich denke es hat sich ein ausgedehntes “Wellness-Wochenende” nach all den Strapazen verdient.
Eine gute Anleitung ist viel Wert
Eine super Anleitung habe ich in der Caravan Fachzeitschrift ‘promobil’ gefunden, aus der auch meine ersten Anregungen waren. Lassen Sie sich nicht irritieren, denn hier wird von einem Frühjahrsputz gesprochen. Meine und auch die Erfahrung vieler Camper hat gezeigt, daß das ‘Winterfest machen’ mindestens einen gleichwertigen, wenn nicht sogar höheren Nutzen für die Erhaltung des Reisepartners hat.
Folgen Sie einfach den Tipps der Profis und genießen Sie im Frühjahr die ersten unbeschwerten Ausfahrten.
Viele unserer Produkte, die hier zum Einsatz kommen erhalten Sie bei namhaften Camping- und Caravan-Händlern.
So geht’s
Reinigen und trocknen: Die Beauty-Massage beginnt mit einer Waschbürste, Hochdruckreiniger und Lackshampoo. Fliegenreste werden zuvor mit Insektenlöser aus dem Autozubehörhandel eingeweicht, die Felgen mit Reinigungsspray aus der Pumpflasche vorbehandelt. Auch der Unterboden wird mit der langen Lanze eines Dampfstrahlers von anhaftendem Schmutz und Streusalzresten befreit. Unter dem Fahrzeug wird besonders in diesem Fall mit kaltem Wasser gewaschen. Ein heißer Wasserstrahl könnte vorhandene Wachsschichten zerstören und beschleunigt dann in Verbindung mit Restsalzen die Oxidation.
Wenn der Wagen anschließend länger stehen soll, ist das Trockenfahren insbesondere der Bremsanlage besonders wichtig. Rost auf den Scheiben, der sich vor allem unter feuchten Bremsbelägen bildet, verschlechtert die Verzögerungswirkung und bedingt unangenehme Vibrationen in der Lenkung und dem Bremspedal.
Wird der Wagen länger draußen abgestellt, sollte auch im Stand Nässe möglichst von der Bremsanlage ferngehalten werden. Sind darüber hinaus auch Rostschutzmaßnahmen in Hohlräumen und am Unterboden geplant, sollte das Fahrzeug zuvor mindestens eine Woche gut austrocknen.
Aufbau und Fahrerhaus zeigen besonders an der Stirn Angriffsflächen. Während für integrierte Mobile mit einer Kunststoff-Frontmaske kaum Rostgefahr durch Steinschläge bestehen kann, sieht dies für den Rest der mobilen Fraktion etwas anders aus. Besonders Motorhaube, Kotflügel und Türen aus Stahlblech sind durch Splitbeschuss oder kleinere Parkrempler gefährdet. Und wo erst mal der Lack ab ist, stehen Gevatter Rost Tür und Tor offen.
Wer mindestens einmal im Jahr die stählerne Außenhaut seines Mobils nach winzigen Lackschäden absucht und diese gleich mit Rostradierer und Lackstift ausbessert, erspart sich größere Schäden und hohe Reparaturkosten. Auf die gleiche Weise können genauso exponierte Teile aus dem Glasfaserkunststoff GfK behandelt werden. Zwar droht hier kein Rost, doch ist etwa durch Steinschlag das Gelcoat, die oberste, glänzende Schicht des Kunststoff-Aufbaus abgeplatzt oder verletzt, kann in das Gewebelaminat eindringendes Wasser weitere Schäden anrichten.
Auch lackierte oder kunststoffbeschichtete Aluminium-Teile an Aufbau und Beschlägen können bei schadhafter Oberfläche der Oxidation anheim fallen. Alu-Fraß nennt sich das Phänomen, das sich zunächst unbemerkt unter der Schutzschicht ausbreitet und diese dann nach Beulen- und Blasenbildung absprengt. Hier hilft ebenso gründliches Entfernen des weißen, pulverförmigen Aluminium-Oxids, das Anschleifen oder Bürsten bis auf das blanke Metall und ein abschließender Lackaufbau.
Nach den Reparaturen wird der Lack am besten mit flüssiger Autopolitur versiegelt, die sich im Übrigen auch bestens zum Entfernen von Baumharzresten und Teerflecken eignet: Dazu wird einfach ein mit Politur getränktes Stoffstück daraufgelegt. Nach rund zehn Minuten Einwirkzeit kann die Harznase oder der Teerfleck einfach abgewischt werden.
Der Unterboden des Reisemobils verlangt ebenso nach Zuwendung und Pflege. Steht das Fahrzeug idealerweise über einer Montagegrube oder auf einer Hebebühne, lassen sich die meisten Arbeiten schnell und einfach selbst durchführen. Hartnäckige und immer feuchte Schmutzansammlungen in den Ecken der Radkästen, Schrammen an Schweller oder Rahmen von eventuellen Aufsitzern, die Lackabschürfungen durch das Ansetzen von Wagenheber und Hebebühne. Das sind die kritischen und damit rostgefährdeten Stellen an der Karosserie. Die Diagnose ist einfach, die Therapie zwingend: Wo Rost blüht, muss gehandelt werden.
Blech- und Stahlteile an gut zugänglichen Stellen werden hier zuerst beispielsweise mit Bremsenreiniger von etwaigem Unterbodenschutz gereinigt, anschließend mit dem rotierenden Bürstenaufsatz an der Handbohrmaschine entrostet. Ein Lackaufbau auf Rostschutzgrund folgt. Ist die Roststelle weniger gut zugänglich, helfen chemische Rostumwandler aus der Dose oder Pumpflasche.
Doch auch vor deren Einsatz müssen zuerst chemisch Wachs- und Fettreste, danach loser Rost mit der Handbürste entfernt werden. Dann erst kann der Rostumwandler aufgetragen werden, der nach Herstellervorschrift teils längere Einwirkzeiten oder auch eine Nachbehandlung mit Wasser erfordert. Das macht die Anwendung etwas zeitaufwendiger, zumal auf der behandelten und gut abgetrockneten Oberfläche nun ein Lackaufbau aus Grundierung und Decklack erfolgen muss.
Alternativ bieten sich Lackprodukte mit integrierten Rostumwandlern an, die nach Herstellerangaben sogar direkt auf das angegriffene Metall aufgetragen werden können. Für die Anwendung in Haus und Garten sicherlich gut geeignet, haben sie angesichts der verschärften Bedingungen unter dem Wagenboden einem Wiederbefall des behandelten Bauteils auf Dauer nur wenig entgegenzusetzen.
Prophylaktisch kann an besonders sensiblen Stellen wie im Spritzbereich der Vorderräder zusätzlicher Steinschlagschutz aufgebracht werden. Das Material, meist zäh elastisch aushärtender Butylkautschuk, wird nach gründlichem Reinigen des Untergrunds und sorgfältigem Abkleben der Umgebung in mehreren dünnen Schichten mit der Spritzpistole, Sprühdose oder Rolle aufgetragen. Ist die Beschichtung im Sichtbereich, können viele Produkte nach der Trocknung sogar in der Wagenfarbe überlackiert werden.
Weitere Pflege erfährt der Unterboden dann durch Wachse und Öle. Rahmenteile werden von innen mit einer Hohlraumkonservierung behandelt, Schweiß- und Stoßstellen von außen mit dünnflüssigen und kriechfähigen Sprühwachsen etwa zur Motorraumkonservierung. Erst nach Festwerden dieser Wachse kann an exponierten Stellen noch eine kräftige Schicht schwarzen Unterbodenschutzes auf Bitumenbasis aufgebracht werden. Wer hier professionell vorgehen möchte, trägt das Material warm auf.
Spraydosen werden dafür zum Beispiel in heißem Wasser vorgewärmt. Die Reifen und besonders die Bremsen müssen natürlich gründlich abgedeckt werden.
Holzunterböden freuen sich natürlich auch über diese Art der Pflege. Sie sind besonders im Spritzbereich der Hinterräder gefährdet. Aufgewirbelte Steine und Spritzwasser treffen hier direkt die Bodenplatte und können so auf Dauer bestehende Schutzschichten abtragen. Um das ungeschützte Holz vor Fäulnis zu bewahren, kann auch hier mit Wachs und Bitumen gearbeitet werden. Im warm-dünnflüssigen Zustand dringt es porentief ein und sorgt so für die notwendige Wasserresistenz.
Im Spritzbereich der Hinterräder wird zuletzt eine besonders üppige Bitumenschicht aufgebracht. Auch Spritzlappen machen hier als zusätzliche Maßnahme zum Schutz vor Alterung Sinn.
Sowohl die Hohlraumkonservierung wie auch das flächige Auftragen von Unterbodenschutz sind ein Fall für die Profis der Fachwerkstatt. Nur sie verfügen über extra lange Sprühlanzen, die es erlauben, vorgewärmtes Konservierungsmittel mit Pressluft bis in die entlegensten Winkel des Rahmens zu befördern. Darüber hinaus ist beim Aufspritzen der Versiegelung geeignete Schutzkleidung sowie professioneller Mund- und Augenschutz unbedingt erforderlich.
Den gesamten Artikel mit weiteren Tipps finden Sie hier oder im Promobil Heft 03/2011.
Kleben – aber richtig. Leitfaden vom Fachmann. Hersteller geben Wissen preis.
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen, Ihre Fragen - Unsere Antworten, Tipps und Tricks am 25. August 2011
Der Industrieverband Klebstoffe (das sind wir Klebstoffhersteller) hat mit seinem langjährigen Ausbildungs-Partner, dem Fraunhofer IFAM, den Leitfaden “Kleben – aber richtig” entwickelt (und natürlich auch bezahlt). Handwerks- aber auch Industriebetriebe und natürlich interessierte Privatanwender finden hier kompakt Informationen rund um die Kleberei.
Meinen Blog-Lesern werden viele Dinge bereits bekannt vorkommen – und sie werden aber noch viele nützliche Details entdecken. Versprochen!
Klebstoffe werden heute nahezu in allen Bereichen eingesetzt und lösen verstärkt Füge- und Dichtprobleme. Uns Herstellern ist es fast nicht mehr möglich alle Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten zu überblicken. Unmöglich ist es uns allen, insbesondere die vielfältigen, meistens aber hoch interessanten, Einzellösungen in den Datenblättern zu berücksichtigen.
Oftmals ist aber der Entscheidungsprozess und die Findungsphase sehr ähnlich. Wie im Blogbericht Klebstoffauswahl in der Industrie starten wir bei Planung oftmals mit der Frage:” Was wird ES denn, wenn es fertig ist, und was muß ES aushalten?
Diese und andere Fragen, fachlich und wissenschaftlich etwas besser aufbereitet, führen Sie bei Entwicklung und Fertigung eines imaginären Produktes Schritt für Schritt zum Ziel. Alle Phasen von der Idee über die Umsetzung bis zum Errichten einer optimalenFertigung werden hier vermittelt.
Dr. Axel Heßland, technischer Geschäftsführer des Verbandes:
“Die Durchführung aller erforderlichen Prozessschritte und die Einhaltung der korrekten Reihenfolge bedeuten an sich schon ein nicht zu unterschätzendes Maß an Qualitätssicherung.”
Gerade weil ich sowohl mit Axel Heßland vom IVK als mit Prof. Andreas Groß vom IFAM zusammen in technischen Ausschüssen sitze und dieses Projekt im vergangenen Jahr hautnah verfolgt habe, freue ich mich riesig über den Abschluß dieses Gemeinschaft-Projektes.
Endlich wird Fachwissen für die Breite zugänglich.
Ganz amerikanisch:
SHARE IT!
Super!
Aber nun zum Download und der Möglichkeit, Ihre Klebeanwendungen zu optimieren und eventuell NEUE zu entdecken. Wir freuen uns darauf.
http://leitfaden.klebstoffe.com/index.php
Wenn es Ihnen gefällt und hilft, dann teilen Sie es uns bitte mit und empfehlen uns weiter. Wir freuen uns darauf. Falls Sie Verbesserungswünsche und Vorschläge haben selbstverständlich auch.
Klebstoff-Auswahl ist entscheidend, insbesondere beim Wunden (ver)-kleben
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Aussergewöhnliches, Gut zu wissen, Ihre Fragen - Unsere Antworten am 11. August 2011
Bei der Ratgeber Community, so heißt das neudeutsch nun mal, ‘gutefrage.net’ wurde nachstehende Frage gestellt, die gewagte Antwortversuche auslöste. Frage vorab – unser Statement folgt im Anschluss.
Ich habe mal gehört, dass man offene Wunden mit UHU zusammen kleben kann, damit es sofort aufhört zu Bluten. Meine Frage nun: Ist das nicht gesundheitsschädlich? Ich habe das mal gegoogelt und habe herausgefunden, dass es früher für medizinische Zwecke verwendet wurde. Aber geht das noch mit dem heutigen Kleber? Und entstehen dadurch kleinere Narben? Weil die Wunde ja gleich verschlossen wird?
Freue mich auf jede ernstgemeinte Antwort.
Die richtigte Antwort findet sich in unserem Blogbericht , der völlig überraschend schon über zwei Jahre alt ist oder in medizinischer Fachliteratur.
Ich musste hier nochmals auf das Thema, das die Menschheit beschäftigt, aufmerksam machen um so Schlimmeres zu verhindern. Insbesondere Eltern und deren Kindern ist dringend davon abzuraten Experimente mit der flinken Flasche oder anderen namhaften Produkten des großen Herstellers UHU eigene ‘Faust’ zu starten. Ich weiß von was ich rede, nachdem meine Kleinste gestern eingeschult wurde.
Ausschließlich Produkte der CA-Gruppe (Nummern stehen für unterschiedliche Viskositäten) würden sich für solche Notfälle eignen. Interessant ist, das gerade dieser Hersteller seine Wurzel in einer Apotheke hatte.
Wie gut das es keine Zufälle gibt, oder?
Unfall mit Sekundenkleber oder wie werde ich das Zeug wieder los?
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen, Ihre Fragen - Unsere Antworten am 27. Mai 2011
Wir haben schon mehrfach über diese Klebstoffgattung geblogt. Ob es die tollen Eigenschaften, sogar Wundversorgung, waren die diese Produkte so bekannt gemacht haben, ob es der Unfug ist der hiermit schon angestellt wurde und vieles mehr. Selbst über den kürzlichen Tod seines Erfinders wurde hier berichtet. Nun aber zu einem Thema, welches in diversen Blogs und Foren immer wieder dringend auftaucht und oftmals nicht richtig beantwortet wird:
Wie entferne ich Sekundenkleber?
Sekundenkleber ist ein genau genommen ein Cyanacrylat-Klebstoff. Die Reaktion an der Klebefläche wird Feuchtigkeit (auch Spuren davon langen schon) ausgelöst. Die Polymerisisation (aushärten zu langen Ketten) findet, wie der Name schon sagt, innerhalb weniger Sekunden statt. Egal ob die Feuchtigkeit aus der Luft oder von den Klebeflächen kommt. Schnelle Verklebungen von Glas, Gummi, Keramik, Kunststoff, Metalle miteinander und untereinander sind seine Stärke. Voraussetzung ist allerdings ein sehr enger Fügespalt.
Bei den Warnhinweisen auf den Packungen und Flaschen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Augenlider und Haut schlagartig verklebt werden können. Also Vorsicht ist angeraten. Tipps für die Verarbeitung gibt es hier!
Nun mein Tipp zur Entfernung von Sekundenkleber, nach größeren oder kleineren Unfällen.
Sekundenkleber lösen sich in ACETON auf. Aceton ist ein farbloses, leicht entzündliches Lösungsmittel, d.h. die Sicherheitshinweise der Verpackung wie. z.B. kein offenes Feuer und gute Belüftung sind strikt zu befolgen. Gemeinsam mit unserem Fachverband haben wir weiterführende Tipps zusammengestellt:
| Verklebungen der Haut |
Sekundenkleber lassen sich mit Pflanzenöl wie Sonnenblumen-, Maiskeim- oder Rapsöl entfernen. Das Pflanzenöl großflächig auf und um die verklebte Stelle auftragen und so lange einwirken lassen, bis sich der Klebstoff vom Rand her ablösen lässt. Dann beginnend von der Haut ablösen und diesen Vorgang eventuell mehrmals wiederholen. Anschließend die Stelle mit Wasser und Seife reinigen.
Tipp: Lösemittel wie Aceton wirken auf der Haut nicht effektiv und sollten am Körper sehr dosiert verwendet werden.
Falls kein Pflanzenöl zur Hand ist, die verklebte Hautstelle ausreichend lange in warmem Seifenwasser einweichen. Zwischen die zusammengeklebten Hautflächen vorsichtig eine Pinzette schieben und unter leichten Bewegungen die Hautflächen voneinander lösen.
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Verklebungen Kopfhaut/Haare |
Kopf/Haare waschen und anschließend auf die betroffenen Stellen reichlich Hautschutzöl auftragen. Über Nacht einwirken lassen und ggf. die Prozedur mehrmals wiederholen. So löst sich der Klebstoff mit der Zeit von der Kopfhaut.
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Verklebungen Augen |
Niemals versuchen, das Auge mit Gewalt zu öffnen!
Das Auge sofort gründlich mit warmen Wasser spülen und mit einer feuchten Kompresse abdecken. Anschließend sofort einen Arzt aufsuchen. Unter ärztlicher Kontrolle kann der Ablöseprozess mit medizinischen Spüllösungen deutlich verkürzt werden.
Tipp: Wimpernverklebungen können durch augen- und schleimhautverträgliche Öle schneller gelöst werden.
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Verklebungen Mund |
Auch hier gilt zu beachten: zusammengeklebte Lippen niemals gewaltsam öffnen!
Vielmehr sollten die Lippen von außen mit viel warmem Wasser gespült werden. Gleichzeitig von der Mund-Innenseite her mit Speichel dagegen drücken. Mit Lippen- und Mundbewegungen kann die Verklebung in der Regel gelöst werden. Klebstoffreste anschließend mit Wasser und einer fetthaltigen Hautschutzsalbe bzw. -öl entfernen
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Sekundenkleber verschlucken |
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Cyanacrylat-Klebstoffe verschluckt werden können, denn der Klebstoff verfestigt sich sofort und bleibt im Mund haften. Der Speichel löst ihn binnen maximal 2 Tagen von der Mundschleimhaut. Bei größeren versehentlich eingenommenen Mengen sollte sich der Betroffene allerdings so hinlegen, dass beim Ablösen kein Klebstoff verschluckt wird und sicherstellen, dass die Atemwege frei gehalten werden.
Fazit
Bei Unfällen mit Cyanarcylat-Klebstoffen nicht in Panik geraten und nie versuchen, die betroffenen Gewebepartien gewaltsam auseinander zu reißen.
Unfälle mit Sekundenklebern lassen sich in der Regel mit einfachen Mitteln wirkungsvoll behandeln, und sie bedürfen nicht zwangsläufig eines chirurgischen Eingriffs. Allerdings: Sekundenkleber gehören nicht in Kinderhände!
Aceton erhalten Sie in der Apotheke oder Drogeriemarkt. Eventuell haben Sie es sogar im Hause, da viele Nagellackentferner Aceton enthalten. Schauen Sie aber auf die Inhaltsstoffe, da die ‘Hochwertigeren’ mittlerweile Acetonfrei sind und zum Entfernen von Sekundenkleber nicht verwendet werden können. Ein weiterer Vorteil von Nagellackentferner ist seine rückfettende Wirkung, denn diese mindert die stark entfettende Wirkung des Lösungsmittels. Ansonsten Stelle mit Seife abwaschen und gut eincremen. Meine Frau schwört auf Olivenöl.
Eine Alternative ist ein langes Bad in möglichst warmen Wasser mit Spüli oder Seife. Verklebungen mit Sekundenkleber sind nicht wasserfest und mögen Laugen auch nur begrenzt . Aus diesem Grund fällt auch der Henkel der Kaffeetasse in der Spülmaschine immer wieder ab. Folglich löst sich die unerwünschte Verklebung nach geraumer Zeit wieder auf.
Bei der Entfernung von Sekundenkleber von Gegenständen ist Aceton optimal geeignet, solange sich die Oberfläche nicht anlösen lässt. Viele Kunststoffe und Plexiglas sind nicht beständig und es wird nicht nur der Kleber gelöst sonder auch die Oberfäche angegriffen. Es bleiben oftmals unschöne Veränderungen der Oberfläche zurück.
Bei temperaturbeständigen Gegenständen kann man auch den Heissluftfön aus dem Baumarkt einsetzen. Ab 200°- 250°C löst sich der Klebstoff oftmals in Rauch auf.
Ich wünsche Allen ein klebtechnisch erfolgreiches, unfallfreies Wochenende.
Duschvorhang kürzen – für Laien & Profis
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen, Ihre Fragen - Unsere Antworten am 26. Mai 2011
Wie bei jeder Verklebung sind es die Fügeteilpartner, die den Klebstoff bestimmen. Dann wird kontrolliert ob diese den Anforderungen genügen. Beim Duschvorhang kommt zu der wasserfesten Verklebung noch die erforderliche Laugenbeständigkeit hinzu. Für Klebstoffe oftmals schwierige Themen, die Produktausschlüsse zur Folge haben (K.O.-Kriterium)
Fangen wir an!
Aus welchem Material wurde der Duschvorhang hergestellt?
Die häufigsten bestehen aus Vinyl genau genommen Polyvinyl, d.h. PVC (weich).
Um diese zu verkleben eignen sich nachstehende Klebstoffe am besten:
1. Diffusionsklebstoffe auf Basis von Tetrahydrofuran oder Cylochexanon. Diese findet man im Baumarkt oft bei den Folien für Dach oder Teich. Manchmal auch als Quellschweißkleber bezeichnet. Meistens in Kleingebinden lieferbar (Pinseldose).
2. Kontaktklebstoffe auf PUR Basis zum Beispiel Plastigum 77 aus dem Camping oder Verdeckbereich oder ähnliche.
Zur Not erreichen Standardkontaktklebstoffe diverser Hersteller noch genügende Ergebnisse, wobei diese bei einer Punkteskala von 0-10 für beste Eignung nicht über 2 Punkte hinauskommen.
Viele Vorhänge mit stoffähnlicher Struktur werden aus aus gewebten Polyester hergestellt.
Hier sind lösemittelhaltige Kontaktklebstoffe wie DEKAfix extra oder Pattex classic u.a. mehr die erste Wahl.
Für die lösemittelfreie Verklebung eignet sich ein Textilkleber aus dem Hause BINDULIN. Erhältlich im Baumarkt oder im BINDULIN-Webshop.
Viel Erfolg beim Kleben!
Warenannahme Wissenswertes Teil 2- Checkliste zum download
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Gut zu wissen, Ihre Fragen - Unsere Antworten, Tipps und Tricks am 15. März 2011
Einer der meist gelesenen Artikel des Vorjahres beschäftigt sich mit der Warenannahme. Fragen, die beim Versand bzw. bei der Lagerei immer wieder auftauchen sind nachfolgende:
Wie steht es um die Organisation und Leistungsfähigkeit meines Wareneingangs?
Können Beschädigungen oder Beeinträchtigungen nachhaltig verhindert werden?
Sind die Mitarbeiter genügend ausgebildet? Beachten Sie die besonderen Bedingungen und Vorschriften von Gefahrstoffen und anderen empfindlichen Waren? Sind alle bekannt und verstanden?
Nochmals zur Erinnerung einen Kurzauszug aus dem Teil1 Warenannahme leicht gemacht:
Folgende Tätigkeit sind vom Lagerpersonal bei einer Warenannahme durchzuführen:
- Prüfung Lieferscheine (ist die Ware überhaupt für diesen Ort bestimmt?)
- Abgleich der auf dem Lieferschein genannten Packstücken mit den tatsächlich gelieferten Packstücken (Mengenerfassung), evtl. Klärung der Differenzen
- Begutachtung der gelieferten Ware auf Transportschäden (erkennbar zum Beispiel durch beschädigte Verpackungen, Auslaufen etc.), evtl. Vermerken der Beschädigungen
- Quittierung der Warenannahme auf dem Frachtbrief
Grundsätzlich sollten Sie alle Unregelmäßigkeiten zum Zustand der Sendung zusätzlich schriftlich vermerken und vom Fahrzeugführer bestätigen lassen.
Denn mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie ansonsten den ordnungsgemäßen Zustand der Sendung.
Leider sind die Aussagen des Fahrers “ich kümmer mich drum… “ in der Regel nicht verwertbar und bis zum Abend meistens schon vergessen.
Als neue Arbeitshilfe bieten wir Ihnen unser Wareneingangsformular zum download an. Es wurde gemeinsam mit unserem Logistikpartner Scheren entwickelt und bildet fast alle auftretenden Problemfelder ab. Wenn Sie vor lauter Begeisterung das Formular benutzen oder weitergeben wollen, dann benennen Sie doch bitte die Quelle, da wir keine neuen Plagiatsaffären herauf beschwören wollen.
Das Formular Wareneingang hilft Ihnen bei Wareneingangsprüfungen die Chargen bzw. Produkte mit fehlerhaften Lieferungen norm-konform zur ISO 9001 zu dokumentieren. Auf dem Formblatt können Sie den Beanstandungsgrund, mögliche Fehlerursache und Ihren Prüfentscheid eintragen.
Verhalten bei Schadensfällen
Sollte es doch einmal, aus irgendeinem Grund vorkommen, dass Sie beschädigte Ware bekommen haben, so ist das kein Grund zur Verzweiflung. Wichtig ist, dass Sie sich bei uns melden ( E-Mail reicht) und den Schaden am besten mit ein paar Digitalfotos und dem neuen Wareneingangsprotokoll einfach an uns schicken.
So ist es für uns leichter die Situation richtig einzuschätzen und wir können uns bei Bedarf direkt mit dem Frachtführer und Ihnen in Verbindung zu setzen.
Nun haben wir das Thema Schaden mehr als genug abgehakt. In der Regel kommen Schadensfälle bei uns nur extrem selten (rund 5-8 p.a.) vor. Meistens sind auch nur ein oder zwei Gebinde leicht beschädigt, so dass der Schadensaufwand bei uns marginal ist.
Gute Schulung und gute Partner sind einfach nicht zu ersetzen. Demnächst mehr zum Thema Versand und Qualität aus dem Hause DEKA.
Wohnwagen-Check im Frühjahr – kleine Checkliste
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Gut zu wissen, Ihre Fragen - Unsere Antworten am 11. März 2011
Was hat der Winter meinem Liebling angetan?
Am Anfang der Woche habe ich mich noch über die Temperaturabhängigkeit von Instandsetzungen am Campingfahrzeug ausführlich ausgelassen. Am Wochenende scheint sich das Thermometer endlich tagsüber bei +15°C ein zu pendeln, zumindest im Rhein-Main-Gebiet und in der deutschen Toskana, rund um Freiburg. Nun kann es endlich losgehen.
Einige Blog-Leser mahnten nach meinem Bericht an, dass ich wichtige Aufgaben des Campers unterschlagen hätte. Heute möchte ich Abhilfe schaffen und die wichtigsten Punkte, die mir angetragen wurden veröffentlichen. Selbstverständlich erhebt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit und darf nach Belieben angepasst, gekürzt oder ergänzt werden.
Startrunde rund herum von innen und außen:
Sichtbare Beschädigungen – Gibt es Kratzer, Beulen, Rost- oder Alufraß etc. ?
Sind die Fenster in Ordnung incl. Funktionstest von Innen ?
Sind die Fensterdichtungen in Ordnung, d.h. nicht spröde oder eingerissen ?
Ist das Dichtungsmittel der Zierleisten und an den Dachkanten gleichmäßig und noch nicht porös? Vorzeltleuchte, Lüftungsgitter, Zierleisten komplett und dicht?
Sind die Ösen und Schienen für das Vorzeltgestänges fest und dicht ?
Blick von unten:
Feuchtigkeit und Schimmel ?
Roststellen ?
Stoßdämpfer ?
Sind marode und oxidierende Kabel-Verbindungen oder sogar offene Kabel vorhanden ?
Sonstige Beschädigungen am Unterboden incl. Stützen und Deichsel ?
Sind die Reifen in Ordnung? Profiltiefe? Herstellungsdatum (DOT-Nr.) Gibt es erkennbare Beschädigungen?
Blick von oben:
Ist das Dach einheitlich glatt? Gibt es Stauchungen oder größere Dellen bzw. Hagelschäden?
Ist die Dachluke in Ordnung (Risse, UV-trüb) ?
Dann geht es nach innen:
Geruchsbeseitigung (Muffig, Schimmel, Tabak, etc.) ? Sind die Polster in Ordnung (Sauberkeit, Geruch) ?
Funktioniert die Toilette ?
Gibt es Feuchtigkeitsflecken am Dach? Meistens um die Dachluken, Fenster und den
Antennenmast sowie in den hinteren Ecken, Kanten und Ritzen !
Funktionalität aller Türen + Türschlosser sowie Fenster + Klappmechanismen ?
Funktionieren alle Fensterfeststeller, Rollos und Fliegengitter ?
Lassen sich die Dachluken ohne Probleme öffnen und schließen ?
Fußboden nach Feuchtigkeit kontrollieren
Funktionieren alle Geräte: Kühlschrank , Heizung, Gebläse, Lampen,
evtl. Dunstabzugshaube, Wasserpumpen ( 12 V, 220 V, Gas) ?
Funktionieren sämtliche Brems- und Außenleuchten sowohl bei 12V als auch bei 220V
Wann ist TÜV und Gasprüfung fällig ?
Ich hoffe wir haben die wichtigsten Punkte erfasst. Viel Arbeit steht an bevor man die Freuden genießen kann. Für weitere Tipps sind wir und alle Camper natürlich dankbar. Ein sonniges Wochenende steht uns allen bevor (hoffentlich) . Viel Spaß!
Sorgenfreie Planung von Luftkanälen & RLT-Anlagen durch richtige Dichtstoff-Auswahl
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Gut zu wissen, Ihre Fragen - Unsere Antworten, Produktinformationen, Tipps und Tricks am 10. März 2011
Sorgenfreie Dichtstoffauswahl nach VDI-Norm 6022 – dies ist der Titel unserer Frühjahrsaktion.
Mit diesem Slogan startete unsere Info-Kampagne für die Planer, Betreiber und Erbauer von Luftleitungen, Luftkanälen und RLT-Anlagen. Denn bei der Auswahl von Dichtstoffen werden seit Einführung der VDI Norm 6022 ständig neue und erhöhte Anforderungen an den Fachplaner, Betreiber und Produzenten gestellt.
Hier erfahren Sie alle Hintergründe und wie wir Ihnen auch in diesem Themenbereich schnell, kompetent und günstig helfen können.
Es ist doch so:
Aktuelle, praxisbezogene Informationen bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Planung moderner Geräte und Anlagen in der Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik. Das Ziel ist es, hygienische Problemzonen durch entsprechende Maßnahmen und Produktauswahl zu vermeiden.
Wir sind als Hersteller von Dichtungsmassen und Industrieklebstoffen Ihr Ansprechpartner in diesem Bereich. Seit Jahrzehnten setzen wir mit unseren Produkten Maßstäbe bei der Abdichtung von Lüftungskanälen und -Anlagen.
Hier finden Sie eine aktuelle Auswahl an unseren Produkten, unterteilt nach Produktfamilien. Zu jedem Produkt haben wir ein PDF-Datenblatt hinterlegt, das Sie sich ganz einfach anschauen oder abspeichern können, indem Sie auf den entsprechenden Link klicken.
Mit dieser Aktion wollen wir den Entscheidern dieser Gruppe einige Sorgen abnehmen und Antworten auf dringliche Fragen geben.
Welchen Dichtstoff setze ich ein? Genügt der ausgewählte Dichtstoff den Anforderungen? Was passiert mit dem Dichtstoff unter Einsatzbedingen im Laufe der Zeit? Wie sieht es mit der Haftung aus?
Der Informationsbedarf in der Branche ist groß. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir über 40 Anrufe an unserer kostenlosen Info- und Beratungshotline. Zusätzlich wurden zahlreiche Info-Mappen abgefordert, deren Versand unseren Innendienst noch bis bis Ende der Woche in Anspruch nehmen wird.
Viele Fragen drehten sich um die Vorteile unseres BUTYL-Mastic beim Einsatz in der Lüftungs-technik und im Kanalbau, oftmals waren sehr interessante Details zu lösen. Zusammenfassend möchte ich nur einige Highlights des Dichtstoffes nennen:
- sehr gute Desinfizierbarkeit
-VDI 6022 geprüft
-hohe Medienbeständigkeit
-Fettdicht & Silikon-frei
-IPA Fraunhofer getestet
Weiterführende Informationen und Beständigkeits-Listen finden Sie auf unserer Homepage. Hier haben wir extra für diese Aktion den Menüpukt ‘Dichten’ aufgenommen.





