Archiv für Kategorie Tipps und Tricks

Wohnwagen startklar machen – Tricks vom Fachmann

Früher als sonst, die ersten Sonnenstrahlen machen möglich, beginnen die Caravan- und Outdoor-Freunde sich auf den Saisonstart vorzubereiten. Aber nicht nur sauber machen steht auf der Agenda sondern auch kleinere und größere Reparaturen müssen erledigt werden. Hinzu kommen die Extra- Wünsche, wie ein größeres oder neueres Fenster, die umgesetzt werden wollen und die größere Eingriffe nötig machen.

Leider muss  ich den Fleißigen zur Zeit noch abraten, wenn es um die Erneuerung von Leisten, Fenstern und ähnliches geht. Den Grund liefere ich Ihnen gerne.

Der Einsatz von Dichtungsmassen, wie unserer abtupfbaren Dichtungsmasse DEKAseal 8936, oder Klebstoffen ist bei niedrigen Temperaturen kritisch. Nicht nur Dispersionen sogar die lösemittelbasierenden Systeme sind betroffen.

Unterhalb einer bestimmten Temperatur trocknen die wasserbasierenden Systeme (Dispersionen) zu einer weißen, leicht pulverigen Masse, d.h. es findet kein Verschmelzen der Polymerteilchen zu einem Film statt. Als Folge bildet sich auch keine Klebeschicht aus und es kann keine Verklebung erfolgen.  Diese  Mindestfilmbilde-Temperatur muß nach dem Auftrag mindestens einmal erreicht werden, damit ein kompakter Klebstoffilm entsteht. Dann erst kann erfolgreich gefügt/geklebt werden.

Bei Nichteinhaltung erniedrigen sich die  Zugscherfestigkeiten, die Temperaturbeständigkeit sinkt drastisch, die Feuchtigkeitsbeständigkeit ist begrenzt und es stellt sich eine Neigung zum Kriechen unter Dauerbelastung ein.

Die lösemittel-basierenden Systemen brauchen eine gewisse Zeit bis sie verdunstet sind. Die Verdunstung ist der physikalische Prozess, bei die Lösemittel unterhalb des Siedepunktes vom flüssigen Aggregatzustand in den gasförmigen Zustand übergehen. Hierfür ist eine bestimmte Energiemenge erforderlich, die von der Umgebung benötigt wird. Es wird Wärme entzogen, man spricht dann von Verdunstungskälte, was bedeutet  die zu klebenden/dichtenden Teile werden kälter. Insbesondere Metalle erreichen schnell den Taupunkt und werden feucht/nass. Auf  diesen feuchten Oberflächen ist keine Benetzung und somit keine Verklebung möglich.

Wasserstörungen hängen zumeist mit dem Auftreten stärkerer Verdunstungskälte bei rasch flüchtigen Lösemitteln, z. B. Aceton, zusammen

Nachdem wir den chemisch bzw. physikalischen Teil abgearbeitet haben, kann ich frohen Herzens viel Spaß und Erfolg bei der Planung und Umsetzung der anstehenden Maßnahmen wünschen.

Zur Erleichterung und Unterstützung möchte ich Sie noch auf die Tipps und Tricks beim Fenstereinbau und der Leistenerneuerung hinweisen. Die Überarbeitung eines morschen Bodens mit allen Kniffen vom Fachmann finden Sie in dem Artikel ‘Bodenreform’.

So das war’s – geben Sie der Natur noch etwas Zeit ( ich weiß es fehlt schwer) und sobald die Temperaturen tagsüber konstant über +12°C liegen, steht den Vorbereitungen für die neue Saison nichts mehr im Wege. Ganz Eilige sollten in eine warme Halle ausweichen.

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Chemieunfall – eine Hilfe für Feuerwehrleute von uns

Nachdem Chemieunfall in unserer Nachbarschaft Anfang Januar (siehe PR-Bericht), kam ich auf kurz darauf auf meiner Geburtstagsfeier mit einigen Feuerwehrleuten ins Gespräch, die an vorderster Front und zuerst Vorort eintrafen. Die Kombination von nicht vorhandenen Sicherheitsdatenblättern, das Fehlen von genauen Lagerlisten und die Unsicherheit des Firmenpersonals führten im Zusammenspiel mit der,  nicht optimal für diese Fälle ausgerüsteten,  Orts-Feuerwehr zu einem Großaufgebot an Personal und Equipment aus dem ganzen Rhein-Main Gebiet. Vom ABC-Zug aus Frankfurt bis zum Aufgebot von Rettungsdiensten waren rund 200 Leute in unserem kleinen Städtchen unterwegs.

Gibt es Alternativen? Ja, hier kommt die gute Nachricht und alle Feuerwehrleute und Polizisten können aufatmen, denn gibt es einen direkten Draht zum umfangreichen Chemikalien-Know-how – rufen Sie einfach eine Werkfeuerwehr der chemischen Industrie zu Hilfe.

TUIS-App für (zunächst) iPhone und iPad

Nun haben wir Kleber also unsere eigene App – TUIS sei Dank. TUIS ist eine Datenbank, in der Sie am Unfallort nach der nächstgelegenen Werkfeuerwehr suchen können. Oder Sie geben die UN-Nummer ein und finden kompetente Fachleute. Hinter der TUIS-App steht die Erfahrung des Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystems der deutschen chemischen Industrie.

Schauen wir uns das genau an!

Die Datenbank des Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungs­systems (TUIS) ist als Programm  für das iPhone oder iPad (zunächst) verfügbar.

Das TUIS-App ermittelt automatisch am Unfallort die nächstgelegene Feuerwehr aus dem TUIS-Netzwerk. Diese kann man per Knopfdruck anrufen. Ist die internationale Stoffnummer bekannt, so kann man auch diese eingeben. Sie finden Sie auf orangefarbenen Warntafeln im Heck des LKW’s und im Sicherheitsdatenblatt.

Das App zeigt Ihnen dann die nächste Werkfeuerwehr an, die für den verunglückten Stoff kompetent ist. Übrigens sind die Nummern weltweit gleich!

Download TUIS-App

Tolle Sache – für die Sicherheit und die Unterstützung der Helfer in Notfällen.

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Oberflächen-Reinigung durch Plasma-Energie

Heute wird es hochenergetisch. Spüren Sie es schon? O.K., O.K., kommen wir zu den Details.

In der Physik ist ein Plasma (gr. πλάσμα plásma „Gebilde“) ein Gas, das teilweise oder vollständig aus freien Ladungsträgern, wie Ionen oder Elektronen, besteht. Das bedeutet, es ist in seine Bestandteile „aufgeteilt“: Die Elektronen und Atomkerne schweben getrennt voneinander im Gas. Mehr als 99 % der sichtbaren Materie im Universum befindet sich im Plasmazustand.

Soweit zur Definition wie sie in Büchern oder Wikipedia zu finden ist. Weiterführende Informationen gibt es hier: Welt der Physik.

Zusammendfassend ist Plasma ein gasförmiges Gemisch aus Ionen, Elektronen, Atomen und Molekülen. Dieses hochenergetische Gemisch eignet sich hervorragend, um die unterschiedlichsten Oberfächen zu reinigen und mehr.
Dazu später ausführlichere Infos.

Bei der Plasmatechnik ist das Niederdruck-Verfahren mein Liebling. Es ermöglicht unter Vakuum, also in einer geschlossenen Anlage, auch komplizierte Geometrien vollständig vorzubehandeln. Für einfachere Flächen und in Fertigungsstrassen setzt sich aber eher das Plamsa-Düsen-System durch. Mit Druckluft wird die Ladung von der Plasmadüse zur Oberfläche geführt.

Ein Vorteil beider Verfahren ist, dass zu der Reinigung, durch die Energieaufnahme der Ionen, zusätzlich eine Erhöhung der Oberflächenspannung stattfindet. Hierdurch wird eine bessere Benetzung erreicht. Benetzung war die Grundvorraussetzung einer Verklebung- sie erinnern sich, oder?

Einige Kunststoffe (Thermoplaste) werden hierdurch überhaupt erst klebbar.

In der Summe ein sauberes, rückstandfreies, umweltfreundliches Verfahren, das langfristig meistens sogar kostengünstig ist. Vor allem im Vergleich zu anderen Methoden bei denen Reinigen und Vorbehandeln meistens 2-3 Schritte sind.

So nun sind wir fertig mit all dem Reinigen. Ist es bei Ihnen auch schon ganz schön sauber?

:-)

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GHS-Verordnung – Poster als Arbeitshilfe bei Einstufung & Kennzeichnung

Kurz vor Fristende wird es hektisch. Ab Dezember gilt für Chemikalien die neue Kennzeichnungspflicht nach der  GHS-Verordnung. Dieses Thema begleitet uns schon den ganzen Spätsommer. Mal ganz ernsthaft bei der Grundlagenerklärung – mal ganz locker mit unserem neuen Mitarbeiter Napo. Einige haben ihn schon richtig lieb gewonnen.

GHS-PosterNun hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ein Poster mit dem Titel  “Umwandlungshilfe – Gesundheitsgefahren” veröffentlicht. Es soll bei der Umwandlung von Einstufungen und Kennzeichnungen konkrete Hilfestellungen geben.

Einstufung und Kennzeichnung nach neuer CLP-Verordnung

Das DIN A 1 Poster stellt alle neuen Elemente zur Kennzeichnung der Gesundheitsgefahren in bisheriger Version und nach der neuen Verordnung gegenüber. Bemerkungen helfen die richtige Gefahrenkategorie bei der Umwandlung zu zuordnen.  Weiterhin führt das Poster die bisherigen und die neuen Gefahrenhinweise nebeneinander auf und macht Veränderungen deutlich.

Die neuen Gefahrenhinweise (beginnen alle mit  H für  “hazard” ) sind sprachlich wesentlich exakter gefasst als in der Vorgängerversion (R-Sätze). Aus dem Gefahrenhinweis R 26 “Sehr giftig beim Einatmen” wird neuerdings der H 330 “Lebensgefahr beim Einatmen”.

Das Poster kann auch rückwärts genutzt werden, wenn neue Kennzeichnungen auf noch nicht überarbeitete Arbeitsanweisungen und Schutzregeln treffen. Es hilft weiterhin bei der Neueinstufung von Stoffen und weist auf die Verschärfungen durch neue, abgesenkte Grenzwerte bei Gemischen hin.

Das Poster “Umwandlung – Gesundheitsgefahren” im Global Harmonisierten System (GHS) ist meiner Meinung nach eine sinnvolle und einfach zu handhabende Hilfe für Alltag. Es kann kostenlos bestellt werden beim  Infocenter der BAuA, Postfach 17 02 02, 44061 Dortmund, Telefon 0231 9071-2971, Fax 0231 9071-2679, E-Mail: info-zentrum@baua.bund.de.

Etwas Hilfreiches von einer Bundesanstalt. Was meinen Sie?

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Oberflächen-Reinigen mit Energie

Beim “googeln” erscheint bei “Reinigen mit Energie” an oberster Stelle das Reinigen der Meridiane und das Chakra-Cleaning. Alles Sachen, für die der Feel-Better-Blog von Frank Obels eher zuständig ist.

In unserem Falle wird, wenn auch nur oberflächig, mit Energie die Verkrustung und Verschmutzung gelöst. Ups’ – gibt’s hier doch Ähnlichkeiten?

:-)

Durch hochenergetische Lichtstrahlung wird bei der Laserstrahlreinigung die Verunreinigung verdampft. Der ‘Dreck’ nimmt den Laserstrahl auf. Dieser wird hierbei in Wärmeenergie umgewandelt und dehnt sich aus. Das Ausdehnen und Verspröden der Verunreinigung löst sie vom Untergrund. Kurzfristiges Ausdehnen und dadurch entstehende Druckwellen sorgen für den Abtransport. Je höher die Strahlenintensität desto schneller erfolgt die Verdampfung.

Achtung: Das Fügeteil wird thermisch stark belastet.

Nur durch wechselnde Belastungszyklen kann dieser Effekt eingedämmt werden. Vorteile dieses Verfahrens sind die berührungslose, schnelle und medienfreie Reinigung ohne Entsorgungsaufwand. Auf Grund des hohen Energieaufwandes und der geometrischen Begrenzung des Wirkfeldes findet diese Methode hauptsächlich in der industriellen Fertigung ihren Einsatz. Eine Einbindung in die automatisierte Fertigung bei gleichzeitiger Reinigung läßt sich fast immer optimal gestalten.

So – jetzt ist es genug Energie für ALLE!

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Alternative Reinigungsverfahren – Oberflächen-Reinigung

Vor einigen Tagen habe ich ausführlich über die nass-chemische Reinigung geschrieben. Für Metalle ist dieses Reinigungsverfahren oftmals ausreichend.
Doch wie heißt es so schön:

es gibt noch mehr! :-)

Hier ein Blick auf alternative bzw. weiterführende Reinigungsverfahren.

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Trocken-Eis-Strahlen

Ein immer mehr aufkommendes Verfahren ist das Trockeneisstrahlen oder auch Schnee-Strahlen genannt. Hier wird flüssiges CO2 (Kohlendioxid) mit Druckluft auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt und an der Düse entstehten ca. -80°C kalte Schnee- bzw. Eiskristalle.

Beim Auftreffen auf die Fügeteile werden durch das Zusammenspiel von mechanischen (Aufprall), thermischen (Temperatur) und chemischen (CO2) Energien die Verunreinigungen von der Oberfläche ‘abgesprengt’ und nahezu rückstandsfrei entfernt.
Ein weiterer Vorteil ist, daß die Fügepartner hierbei nicht nass werden, da die Entfernung trocken erfogt. Zusätzlich kann diese Technik auch mobil (geringer Platzbedarf) eingesetzt werden. Auch das Wechseln von Reinigungsflüssigkeiten entfällt.

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Komprimiertes CO2

Als Alternative bietet sich noch die Reinigung durch komprimiertes CO2 an. Hier wird verflüssigtes Kohlendioxid eingesetzt. Auch in diesem Zustand liegt eine gute Löseeigenschaft, von insbesondere Fetten und Ölen vor. Im Gegensatz zur obigen Strahlbehandlung können hier auch Spalte, Vertiefungen und sogar Bohrlöcher gereinigt werden.

Beide Verfahren sind auch für Kunststoffe bestens geeignet, wobei sich bei einigen schlecht klebbaren Kunststoffen sogar die Oberflächenenergie erhöht und somit die Verklebung erleichtert.

Reinigung mit dem CO2 Verfahren ist auf jeden Fall eine trockene und rückstandsfreie Methode, die dem Umweltgedaken gerecht wird.

Selbst bei uns ‘Chemie’-Jungs setzen sich diese Gedanken immer schneller durch. Bei den ‘Chemie’-Mädchen natürlich auch!

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So, das war es zu diesem Thema!

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Gut gereinigt ist so gut wie halb geklebt!

Das unsere Klebstoffe eine Verbindung von Fügeteilen (Bauteilen) einfacher – in vielen Fällen sogar erst möglich- macht, ist bei vielen Blog-Lesern keine Neuigkeit mehr. Nicht so sehr bekannt ist allerdings, daß der Oberflächenzustand der Fügeteile entscheidend für die Qualität und insbesondere für die Langlebigkeit der Verklebung ist.

Vereinfachung in der Produktion, Vermeidung von Materialschädigungen, Verhinderung von Korrosion bei Kontakt sowie die oftmals höhere Wirtschaftlichkeit haben dazu geführt, das KLEBEN andere Verfahren wie Schrauben,  Nieten, Löten u.a immer mehr ablöst.

Im Gegensatz zu den oben erwähnten Verfahren benötigen Klebstoffe, bis auf wenige Ausnmahmen, eine saubere Oberfläche um die Fügepartner zu benetzen. Rückstände aus der Fertigung oder dem Transport wie zum Beispiel Staub, Öl, lose Partikel, Kühlschmierstoffe, Trennmittel, Fette, Korrosionsschutz oder sogar Fingerabdrücke führen zum Versagen der Verklebung. Entweder durch eine Verschlechterung der Adhäsion (Haftung am Bauteil) oder durch eine Belastung des Klebstoffes (Kohäsionsbruch).

Mittlerweile gibt es für jede Anwendung ein passendes Reinigungsverfahren. Die Verunreinigungen und der geforderte Sauberkeitsgrad bestimmen die Technik. O.k. – die Wirtschaftlichkeit sollte man auch nicht aus den Augen lassen.

Beginnen wir mit nasschemischen Reinigung. Man unterscheidet hier grundsätzlich zwischen wässrigen oder lösemittelhaltigen Reinigern. Wässrige Systeme werden als neutrale, saure oder alkalische Reiniger vertrieben. Sie lösen sowohl  Salze, Elmulsionen bzw. Staub und lose Partikel (polare Verunreinigungen) als auch Fett und Öl (Gruppe der unpolare Verschmutzungen).

Ein besseres Verhalten für Fette und Öle (pflanzlich wie mineralisch) zeigen allerdings die Lösemittelreiniger. Die rückständigen Trennmittel und Fertigungsöle werden hiermit optimal entfernt. Lose Partikel, Späne und anhaftender Staub werden gemeinsam mit den Ölen gelöst und abgespült. Achtung: SALZE lassen sich hiermit nicht enfernen!

Die optimal fettlösenden chlorierten Kohlenwaaserstoffe (CKW) werden  aus Umweltgründen immer mehr von nicht halogenierten Reinigern (KW) abgelöst. Leider mit etwas schlechteren Ergebnissen.

Unterstützen kann man die Reinigung durch zusätzliche -meistens physikalische Techniken. An erster Stelle ist Unterstützung durch Druckumspülen oder Spritzen zu nennen. Optimiert kann die Reinigung durch eine Ultraschall-Anlage erfolgen.

Wichtig ist in allen obigen Verfahren eine stete Kontrolle und Überwachung. Für gleichbleibende Qualität ist der regelmäßige Wechsel des Reinigungsmediums zwingend erforderlich.

Bei den meisten Metallen ist diese Reinigung der Start zur guten Verklebung.

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Klebstoff-Lagerung – Tipps + Tricks vom Profi

Immer wieder rufen uns Kunden, gewerblich sowie privater Herkunft, an und möchten wissen ob der eingesetzte Kleber oder die gekaufte Dichtungsmasse noch in Ordnung sind bzw. wann Sie hergestellt wurde.

Lager- und Lieferzeiten

Klebstoffe besitzen eine begrenzte Haltbarkeit. Die Haltbarkeiten – oder Lagerzeiten – liegen je nach Material in der Regel zwischen einigen Monaten und zwei Jahren ab Herstelldatum (siehe Datenblättern). Durch die bedingten Transport- und Lagerzeiten bei uns ist in der Regel von einer ‘Rest’-Lagerzeit beim Händler von ca. 10 bis 20 Monaten auszugehen.

Unsere Produktpalette umfasst eine sehr große Zahl unterschiedlicher Materialien und Verpackungsformen. Darunter befinden sich sowohl gängige Produkte mit  großen Lagerumschlag aber auch Spezialitäten, die für Sonder-Anwendungen optimiert wurden und entsprechend seltener geliefert werden.

In der Regel liefern wir Ware, die noch eine möglichst lange Lagerzeit beim Kunden hat. Deshalb halten wir nur kleine Lagerbestände – insbesondere für Stoffe mit geringem Warenumschlag.

Mit den folgenden Lieferzeiten ist bei einer Bestellung bei uns  zu rechnen:

Lagerware: 3 Tage bis max.  1 Woche

Standard Produktionen: ca. 3 – 4  Wochen

Sonderanfertigungen: ca. 5 – 6  Wochen

Bitte beachten Sie, dass in besonderen Fällen die Lieferzeiten auch durchaus länger sein können als oben angegeben. Bitte fragen Sie deshalb im Einzelfall die Lieferzeiten für das entsprechende Material und die gewünschte Verpackungsform separat an.

Generell sind alle unsere Produkte chargengesteuert, d.h. wir können sowohl Produktions- als auch Abfülldatum an Hand eines Zahlencodes feststellen, aber wenn Sie bzw. Ihr Händler einige Regeln beachten und ab und an die Ware kontrollieren, haben Sie immer verarbeitbares Material in den Händen. Die meisten Produkte sind mindestens 24 Monate haltbar.

Viele Klebstoffe und Dichtungsmassen halten bei richtiger Lagerung wesentlich länger als wir Hersteller Ihnen garantieren. Einige unserer Produkte sind meiner Meinung nach sogar fast ‘unkaputtbar’, d.h. selbst Rückstellmuster aus unseren Anfangstagen vor gut 10 Jahren sind absolut in Ordnung und heute noch verarbeitbar. Nun zu den Tipps:

Wareneingang-Ausgang  bzw.  Lagerbedingungen

- Klebstoffe nach Vebrauchsmenge bestellen (frühzeitig mit Termin)

-Ältere Ware zuerst verarbeiten (first in – first out). Eingangsdatum vermerken und Gebinde sofort kennzeichnen

- Gebinde beim Eingang auf Beschädigungen überprüfen.

-Bei Dispersionen mit der Aufschrift ‘ Vor Forst schützen’ Kontrolle der Viskosität bzw. Frostfreiheit beim Wareneingang. Achtung: Die Zerstörung der Dispersionen beginnt schon bei ca. +3°C (Anomalie des Wassers)

- Temperatur des Lagerortes regelmäßig überprüfen. Optimale Lagertemperatur sollten  zwischen +10°C bis + 20°C liegen und ein Temperaturfenster  + 5°C bis +28°c nicht überschreiten (FROSTFREI)

-Lagerraum sollte trocken und dunkel sein

-Vorschriften wie Gefahrstoffverordnung, Wasserhaltshaltsgesetz und Betriebssicherheitsverordnung (vormals Verordnung über brennbare Flüssigkeiten) müssen eingehalten werden. Klebstoffe, die flüchtige Lösemittel enthalten sind mit Hinweisen ettiketiert und als Gefahrstoff eingestuft (Sicherheitsdatenblatt)

- Angebrochene Gebinde schnellst möglich wieder dicht verschließen. (Kennzeichnungsetikett nicht zerstören)

- Leihgebinde sofort säubern und auf ordnungsgemässe Rückführung achten

So nun sind Sie fit für die richtige Lagerung! Ist zwar länger geworden als ich Anfangs dachte, aber wir aber auch keinen Aspekt vernachlässigt. Toll,oder?

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Klebstoff-Auswahl-Verfahren bei industrieller Anwendung

Viele Anrufer unserer Hotline haben bei der Auswahl des richtigen Klebstoffes Probleme. Oftmals werden hier private Erfahrungen, entweder praktischer Natur oder Empfehlungen aus dem Umfeld, mit den technischen Anforderungen der Industrie kombiniert und leider die Komplexität oftmals unterschätzt.

Nicht alles, was im Privaten funktioniert und den Ansprüchen gerecht wird (bei uns in der Gegend sagt man: “Schickt schon!”), hält den erhöhten Anforderungen einer Serienproduktion stand.

Um es zu Beginn etwas übersichtlicher zu gestalten möchte ich mich auf die wichtigsten Werkstoffe begrenzen. Sonderwünsche kann man uns kurz per Mail mitteilen. Wir helfen dann direkt weiter, oder bloggen später darüber.

Hauptfügeteile sind Metalle, Kunststoffe (Duromere-Thermoplaste), Glas, Keramik, Kautschukprodukte, Holz, sowie Pappe und Papiere. Wobei die Letzeren zu den einfach zu klebenden Fügepartnern gehören. Hier machen Zusatzanforderungen wie Lösen on demand, Kälteflexibelität und Eignung für Lebensmittelverpackungen die Kleberei schwierig.

Über Möglichkeiten der Verbesserung der Klebung durch unterschiedliche Oberflächen-vorbehandlung haben wir uns schon am Anfang unserer klebetechnischen Ausbildung ausgelassen. Wir gehen einfach von optimal vorbehandelten Oberflächen aus.

Zuerst klären wir die Fügeteileigenschaften ab.

Ist der Werkstoff hart/weich, verformbar /nicht verformbar, plastisch/elastisch sind die wichtigsten mechanischen Eigenschaften.
Die Löslichkeit bzw. das Anquellen durch verschiedene Lösungsmittel (meistens organisch) sowie die Beständigkeit sind entscheidend bei den physikalischen Eigenschaften. Ist die Oberfläche porös oder glatt bzw. welche Beschichtungen sind auf der Oberfläche vorhanden (Farben,Lacke, Zink,etc.). Nicht immer kann von einem festen Verbund ausgegangen werden. Als Folge ist oftmals ein Entfernen oder ein Primern nötig um eine definierte Öberfläche zu erhalten.
Wie hoch ist die Oberflächenspannung des Fügeteils? Kann eine ausreichende Benetzung sichergestellt werden.

Achtung:

Benetzung ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Verklebung.

Seltener spielt die Höhe der Wärmeleitfähigkeit oder die elektrische Leitfähigkeit eine Rolle. Die Geometrie der Fügeteile ist für die Verklebung schon entscheidender. Hier ist sowohl die Größe als auch die Form der Klebeflächen entscheidend. Hier gilt je grösser desto besser.

So, der Einstieg ist schon ziemlich lang geworden. Wir sollten eine kleine Pause einlegen und die Anforderungen an die Verklebung auf den nächsten Teil verschieben, der wird noch informativer.

Außerdem kleben bei der Temperatur die Finger an der Tastatur fest. Unabhängig von der Vorbehandlung.

:-)

Ende Teil 1

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Praxis-Tipp – Pollen mit Klebeband entfernen

Lilienpollen mit Klebeband entfernen

Düsseldorf – Lilienpollen lassen sich von Stoffen am besten mit Klebeband entfernen. Dazu wird ein Klebestreifen vorsichtig auf die Pollen gedrückt und anschließend abgezogen, rät das Informationsbüro Zwiebelblumen in Düsseldorf.

Auch mit einer weichen Bürste lassen sich die Pollen vorsichtig abbürsten. Auf keinen Fall darf der Blütenstaub mit Wasser entfernt werden, denn sonst drohen Flecken.

Super! Ein einer Absatzmarkt tut sich auf. Palettenweiser Verkauf von Klebebändern an die Hausfrau oder am besten gleich bei den Blumenläden zusammen mit dem Blumenstrauss verkauft. Auf unserer Fachtagung des Industrieverbandes Klebstoff (nächste Woche in Berlin) werde ich diese Idee (neuer Vertriebsweg) gleich mit einigen Fachleuten besprechen.

Persönlich finde ich den Tipp auf jeden Fall hilfreich, da Lilien die Lieblingsblumen meiner Schwiegermutter sind und ich durch diesen Fachtipp natürlich Pluspunkte sammeln kann, besonders, da sie schon einige Decken ruiniert hat.

Bis bald mit mehr Tipps und Tricks für den Alltag.

:-)

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