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Klebstoff-Auswahl ist entscheidend, insbesondere beim Wunden (ver)-kleben
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Aussergewöhnliches, Gut zu wissen, Ihre Fragen - Unsere Antworten am 11. August 2011
Bei der Ratgeber Community, so heißt das neudeutsch nun mal, ‘gutefrage.net’ wurde nachstehende Frage gestellt, die gewagte Antwortversuche auslöste. Frage vorab – unser Statement folgt im Anschluss.
Ich habe mal gehört, dass man offene Wunden mit UHU zusammen kleben kann, damit es sofort aufhört zu Bluten. Meine Frage nun: Ist das nicht gesundheitsschädlich? Ich habe das mal gegoogelt und habe herausgefunden, dass es früher für medizinische Zwecke verwendet wurde. Aber geht das noch mit dem heutigen Kleber? Und entstehen dadurch kleinere Narben? Weil die Wunde ja gleich verschlossen wird?
Freue mich auf jede ernstgemeinte Antwort.
Die richtigte Antwort findet sich in unserem Blogbericht , der völlig überraschend schon über zwei Jahre alt ist oder in medizinischer Fachliteratur.
Ich musste hier nochmals auf das Thema, das die Menschheit beschäftigt, aufmerksam machen um so Schlimmeres zu verhindern. Insbesondere Eltern und deren Kindern ist dringend davon abzuraten Experimente mit der flinken Flasche oder anderen namhaften Produkten des großen Herstellers UHU eigene ‘Faust’ zu starten. Ich weiß von was ich rede, nachdem meine Kleinste gestern eingeschult wurde.
Ausschließlich Produkte der CA-Gruppe (Nummern stehen für unterschiedliche Viskositäten) würden sich für solche Notfälle eignen. Interessant ist, das gerade dieser Hersteller seine Wurzel in einer Apotheke hatte.
Wie gut das es keine Zufälle gibt, oder?
Sekundenkleber – Erfindung bleibt – Erfinder geht
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Aussergewöhnliches, Gut zu wissen am 1. April 2011
Die Verbindung war jedoch klebrig und damit untauglich. Auch wir haben seinen bahnbrechenden Erfindungen immer wieder in diesem Blog ( z.B.: Wunden kleben) gehuldigt und diese Leistung anerkannt. Weitere Details finden Sie in der Orginal dpa-Meldung.
Erfinder des Sekundenklebers gestorben
New York (dpa) – Seine Erfindung hält die ganze Welt zusammen: Harry Coover, der Erfinder des Sekundenklebers, ist tot. Der Tüftler starb nach Angaben des Senders WKPT am Samstag in Tennessee. Er wurde 94 Jahre alt. Coover wollte in den 1940-er Jahren eigentlich künstliches Glas herstellen. Doch die chemische Verbindung erwies sich für viele Zwecke als untauglich – weil sie klebrig war. Coover ärgerte sich, dass ihm das Zeug alle seine Präparate verkleisterte. Erst viele Jahre später nutze er diese Eigenschaft. 1958 kam dann «Super Glue» auf den Markt, der Urvater aller Sekundenkleber.
Mit Klebstoff sogar Wunden versorgen
Verfasst von Michael Windecker unter Aussergewöhnliches am 2. April 2009
Heute möchte ich Ihnen ein Beispiel für meine Faszination zum Thema Kleben zeigen. Es geht nicht um das Kleben im herkömmlichen Sinne, sondern um das Kleben von Wunden.
Ja, richtig gehört (gelesen)!
Man nehme einen kleinen Sportunfall und die Tatsache, kein geeignetes Verbandszeug zur Hand zu haben. Rein Zufällig hat jemand aber Sekundenkleber dabei.
Prima, dann lässt die Wunder auch mit Sekundenkleber versorgen.
Glauben Sie nicht? Stimmt aber! Wurde fürs Militär entwickelt (Optiklinsen kleben).
Cyanacrylat, so der Fachausdruck für Sekundenkleber, klebt in Sekundenschnelle, und natürlich auch auf der Haut. Also lag es nahe, den Sekundenkleber auch für die Behandlung von “klaffenden” Wunden einzusetzen.
Da Sekundenkleber so richtig fest wird, wenn er der Luft Feuchtigkeit entziehen kann, ist die Feuchtigkeit einer Wunde also kein Problem, sondern ein Gewinn.
Im Vietnamkrieg benutzte das US-Militär eine Art Cyanacrylat als Wundspray und behandelte so großflächige Wunden.
Optimal eignet sich Sekundenkleber zum Schließen von Schnittwunden. Das Verkleben einer Wunde hat einen ganz einfachen Vorteil: es ist schnell gemacht und die möglicherweise zurückbleibende Narbe ist weniger auffallend, als wenn das Ganze genäht worden wäre.
Nach ein paar Tagen fällt der Sekundenkleber einfach von der Haut ab.
Meine Kinder haben es mir bisher immer gedankt, wenn ich Ihnen so eine geklebt habe ihre Wunden versorgt habe.
Die Erfindung kam um 1940 aus dem Hause KODAK und wurde Ende der ’50er Jahre erstmals von der Firma EASTMANN kommerziell für Verklebungen genutzt. Seit rund 10 Jahren mit US-Zulassung für die Wundversorgung.
Da alle Cyanacyrlate unter Ausschluß von Luft und Wasser (zur Vermeidung der vorzeitigen Reaktion) produziert werden, sind sie von Hause clean.
Soviel zur Theorie – nun zur Praxis.
Also keine Angst wenn auf die Schnelle nur normaler Sekundenkleber (optimal wäre natürlich die Apothekenvariante) vorhanden ist.
Wichtig ist in jedem Fall, dass der Kleber nicht in die offene Wunde kommt, sondern die Wundränder zusammengedrückt werden (am liebsten vorher noch desinfiziert) und dann der Kleber auf die zusammengedrückten Wundränder aufgetragen wird.
Mögen Sie immer eine Tube Sekundenkleber bei sich haben



