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Dekalin Hanau 1907-1957 – ein besonderes Dokument
Verfasst von Michael Windecker unter Firmen-Informationen am 15. April 2009
Also ich bin schon stolz, wenn ich mir vor Augen führe, in welchem geschichtsträchtigen Umfeld ich unterwegs bin. Ich habe über Ostern die Unternehmensbroschüre “Dicht an Dicht” digitalisiert und bin Seite für Seite in die damalige Zeit eingetaucht.
Ist schon faszinierend, sich vorzustellen, wie es damals war.
Wer mag, kann sich die Broschüre “Dicht an Dicht” hier herunterladen. Aber Achtung: die Datei ist 51 MB gross, das bedeutet, dass Ihr PC je nach Internetverbindung eine Weile braucht, bis die Daten übertragen sind.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diesen Link und wählen Sie dann “Speichern unter”, “Sichern unter” oder entsprechendes in Ihrem Browser.
Viel Spass beim Eintauchen in die Vergangenheit
Gute Zeiten – Schlechte Zeiten – Gute Zeiten
Verfasst von Michael Windecker unter Firmen-Informationen am 3. April 2009
Nein wir spielen nicht in der RTL Soap mit. Aber als Unternehmen mit über 100 jähriger Klebstofferfahrung erlebt man schon so einiges.
Nach der Gründungt als DEKALIN Deutsche Klebstoffwerke (DKW 1907 in Hanau) begann eine ständige Weiterentwicklung von Leimen zu Klebstoffen und es folgte ein stetiger Ausbau der Geschäfte. Hochphase war in den ’60-’70-er Jahren als man bei der Stiftung Warentest mit unserem Kontaktkleber DEKA-fix gleichauf mit Henkel (Pattex) getestet wurde und in der Folgezeit ein Hauptwettbewerber von Teroson (Henkel) war.
Leider entschied die damalige Geschäftsführung alsbald sich schwerpunktmäßig mit der Automobilindustrie zu verbandeln und den Handel (Fachhandel) sowie die Endverbraucher außen vor zu lassen.
Die Quittung kam in Form von Methoden und Konzepten, die Manager wie Ignacio López (und andere Topsanierer) Ende der ’80-er in dieser Branche einführte. Die Folge war nach einigen hart umkämpften Jahren der Konkurs der Dekalin im Jahre 1995.
Es folgte ein Neustart mit Übernahme und Produktionsverlegung in die Niederlande. Im Mai 1997 erfolgte der Umzug der Technik und des Vertriebes ins benachbarte Maintal. Die traditionsbehaftete Produktionsstätte wurde aufgegeben und verfiel immer mehr. Einige Impressionen des Verfalls (u.a. schöne kunstvolle Bilder aus dem alten Labor) sind nun dokumentiert oder als Video eines anderen Beobachters zu sehen. Auch in der Presse war der Verfall ein Thema.
Ab 2006 ging es dann auch mit dem Betriebsgelände wieder aufwärts (bei uns Gott sei Dank schon seit 1999).
Nach jahrzehntelangem Verfall stehen nun Reihenhäuser, Einkaufsmärkte und Büros auf diesem Gelände. Nur das alte Verwaltungsgebäude (Denkmalschutz) erstrahlt in neuem Glanz.
Meine Geschichte bei DEKALIN begann erst nach dem Umzug nach Maintal. Aber dazu ein anderes Mal mehr.
Wir haben auch noch eine historische Broschüre gefunden, die wir gerade digitalisieren.
Als Unternehmer ist mir wichtig, aus den Erfahrungen der Dekalin-Vergangenheit (auch wenn es nur zu einem kleinen Teil meine Vergangenheit dort war), zu lernen. Und es gibt eine wichtige Erkenntnis:
auf schlechte Zeiten folgen wieder gute Zeiten




