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Kleben – aber richtig. Leitfaden vom Fachmann. Hersteller geben Wissen preis.
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen, Ihre Fragen - Unsere Antworten, Tipps und Tricks am 25. August 2011
Der Industrieverband Klebstoffe (das sind wir Klebstoffhersteller) hat mit seinem langjährigen Ausbildungs-Partner, dem Fraunhofer IFAM, den Leitfaden “Kleben – aber richtig” entwickelt (und natürlich auch bezahlt). Handwerks- aber auch Industriebetriebe und natürlich interessierte Privatanwender finden hier kompakt Informationen rund um die Kleberei.
Meinen Blog-Lesern werden viele Dinge bereits bekannt vorkommen – und sie werden aber noch viele nützliche Details entdecken. Versprochen!
Klebstoffe werden heute nahezu in allen Bereichen eingesetzt und lösen verstärkt Füge- und Dichtprobleme. Uns Herstellern ist es fast nicht mehr möglich alle Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten zu überblicken. Unmöglich ist es uns allen, insbesondere die vielfältigen, meistens aber hoch interessanten, Einzellösungen in den Datenblättern zu berücksichtigen.
Oftmals ist aber der Entscheidungsprozess und die Findungsphase sehr ähnlich. Wie im Blogbericht Klebstoffauswahl in der Industrie starten wir bei Planung oftmals mit der Frage:” Was wird ES denn, wenn es fertig ist, und was muß ES aushalten?
Diese und andere Fragen, fachlich und wissenschaftlich etwas besser aufbereitet, führen Sie bei Entwicklung und Fertigung eines imaginären Produktes Schritt für Schritt zum Ziel. Alle Phasen von der Idee über die Umsetzung bis zum Errichten einer optimalenFertigung werden hier vermittelt.
Dr. Axel Heßland, technischer Geschäftsführer des Verbandes:
“Die Durchführung aller erforderlichen Prozessschritte und die Einhaltung der korrekten Reihenfolge bedeuten an sich schon ein nicht zu unterschätzendes Maß an Qualitätssicherung.”
Gerade weil ich sowohl mit Axel Heßland vom IVK als mit Prof. Andreas Groß vom IFAM zusammen in technischen Ausschüssen sitze und dieses Projekt im vergangenen Jahr hautnah verfolgt habe, freue ich mich riesig über den Abschluß dieses Gemeinschaft-Projektes.
Endlich wird Fachwissen für die Breite zugänglich.
Ganz amerikanisch:
SHARE IT!
Super!
Aber nun zum Download und der Möglichkeit, Ihre Klebeanwendungen zu optimieren und eventuell NEUE zu entdecken. Wir freuen uns darauf.
http://leitfaden.klebstoffe.com/index.php
Wenn es Ihnen gefällt und hilft, dann teilen Sie es uns bitte mit und empfehlen uns weiter. Wir freuen uns darauf. Falls Sie Verbesserungswünsche und Vorschläge haben selbstverständlich auch.
1. Kleber-Videocast
Verfasst von Michael Windecker unter Aussergewöhnliches, Rund ums Internet am 13. Oktober 2010
Warum Kleben?
Dieser Kleben-Videocast zeigt an Beispielen Vor- und Nachteile des Klebens, Definitionen wie Adhäsion, Kohäsion, Benetzung, Klebstoffe, Klebflächenvorbereitung und verdeutlicht die Ausbildung rund ums Kleben.
Es beschäftigt sich auf eindrucksvolle und doch einfache Art und Weise mit allem rund um unser Lieblingsthema. Als Teilnahmebeitrag zu einem Wettbewerb entwickeltete unser Partner in der Klebeforschung, das IFAM Klebetechnische Zentrum in Bremen, dieses Schmuckstück.
Einfach zurücklehnen, Ton etwas lauter drehen und die rund fünfminütige Reise durch die Klebewelt genießen.
Wie sich Design auf die Klebekraft auswirkt
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Gut zu wissen am 25. Juni 2009
Während der Urlaubsvorbereitungen bin ich beim Stöbern im Internet auf eine interessante Seite gestoßen. Die Veröffentlichungen der Max-Planck Gesellschaft unter max-wissen machen einen neugierig auf Wissenschaft und Technik, sowie deren Ergebnisse. Mit dem Wissen der nachstehenden Veröffentlichung kann man nicht nur bei Frau, Kindern sowie dem Freundesumfeld schweren Eindruck schinden sondern auch noch reichlich für die tägliche Arbeit mit Klebstoffen ableiten.
Warum der Gecko, der mich aus dem Schlaf reißt, nicht von der Decke fällt bzw. Wie Gecko & Co die Materialforschung inspirieren (oder als download)
Für unsere Verklebungen können wir aus den Forschungen in der Nano-Welt grundsätzlich ableiten, das ein Kontakt immer dann entsteht,wenn sich zwei Flächen sich gut aneinder schmiegen (Auch ganz wichtig im Urlaub,oder?). An Rändern des Kontaktes setzen die Kräfte ein, die verantwortlich sind für die Haftung. (Van-der-Waals-Kraft). Hier lassen sich Naturgesetze entdecken, die bei der Auslegung einer Verklebung sehr wichtig werden.
Die Kontakttheorie ergibt das verblüffend einfache Gesetz: „Zerteile die Kontaktfläche in n kleinere Kontakte, wobei n eine natürliche Zahl ist, und steigere so die Kontaktkraft um den Faktor Wurzel n.“ Würde man also einen Kontakt in 10.000 kleinere Kontakte aufteilen, dann stiege die Haftkraft um den Faktor 100.
Durch die Kontakttheorie konnte das Instiut einen umfangreichen Wegweiser für die Haftung entwickeln. Er zeigt erstmals systematisch auf , wie die Größe, das Material und das Design der Nanofasern die Haftkraft beeinflusst.
Beim Auslegungen der Verklebungen in der Planung ist das klebgerechte Konstruieren enorm wichtig,wie man an der obigen Formel ablesen kann. Durch das richtige Konstruieren der Klebflächen lassen sich auch große Kräfte mühelos übertragen. In Zusammenarbeit mit dem Bremer IFAM Institut für Klebetechnik versuchen, wir als Hersteller, die Grenzen des Klebens als neue Fügetechnik ständig zu verschieben. Meistens sehr erfolgreich. Aber über die Zusammenarbeit mit dem IFAM demnächst mehr.
Ob die Geckos, die Gesetze auch alle kennen, wenn sie beim Beutezug auch durch unser Feriendomizil kraxeln?
Wäre ein neuer Forschungsansatz, oder?



