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Lösen SIE Einstein’s Rätsel? E=m x c²
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Aussergewöhnliches am 28. Juni 2010
Albert Einstein verfasste dieses legendäre Rätsel, von dem er behauptete, 98% der Weltbevölkerung seien nicht in der Lage, es zu lösen. Gehören Sie zu den 2% der intelligentesten Personen auf der Welt?
Diese spannende Aufgabe stellte mir letztens der Pellet-Heizungsbauer meines Vertrauens. Die Lösung gibt es schon in wenigen Tagen. Möchten Sie sich noch kurzfristig an dem Rätsel bzw. an der wissen-schaflichen Aufarbeitung beteiligen? Hier ist der Link dazu. Versuchen Sie sich ruhig daran und halten Sie die Ehre der Kleber hoch.
Viel Erfolg!
Klebstoff aus der Steinzeit- wir schreiben Geschichte um, oder?
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Aussergewöhnliches am 10. Juni 2010
In der Gegend von Jülich wurde der älteste Klebstoff - nicht der älteste Kleber- gefunden. Bis vor kurzem ging man davon aus, daß das Kleben erst vor 45000 Jahren erfunden wurde und sein Einsatz oftmals zufällig genutzt wurde.
Bei Ausgrabungen eines Lagerplatzes aus der Altsteinzeit wurden 83 Feuersteinklingen mit Resten von Birkenpech (der erste Allround Klebstoff der Welt) gefunden. Erste Analysen datieren die Fundstücke auf ca. 120000 Jahre. Mit diesem Klebstoff haben unsere urzeitlichen Kleber-Vorfahren schmale Steinklingen zusäzlich an die Speerspitzen gefügt um den Jagderfolg zu vergrössern. Eines der ersten Komposit-Geräte war hergestellt. Hier könnte sich die Automobilindustrie ein Beispiel nehmen, denn schon damals waren die gleichen Eigenschaften wie heute ausschlagebend.
Die Klebstoffe verleihen den fertigen Bauteilen höhere Steifigkeit, mechanische Festigkeit und Wärmeformbeständigkeit (siehe Industrieanzeiger 27/2008 Faserverbundstoffe). Interessant,oder?
Auch wenn die Entdeckung des Urzeit-Kunststoffes zufällig war, begeistern mich die damaligen Analysefähigkeiten, denn dieser Klebstoff ist nur unter Luftabschluss, bei hohen Temperaturen, aus Birkenrinde herzustellen. Auf Grund der grossen Menge der Fundstücke gehen die Forscher von einer Fabrikations-Stätte im RheinischenThissen aus. Selbst in archäologischen Fachkreisen werden diese Techniken als modern und als überraschender Leistungsbeweis für diese Zeit eingestuft.
Schade, diese Informationen hätte mein Junior am Jahresanfang bestimmt gut in seine Steinzeithausarbeit einbinden können
Für den Fall daß ich Sie neugierig gemacht habe oder Sie noch einen tollen Ausflug suchen, finden Sie weitere Informationen im LVR-Museum in Bonn. Zur Zeit ist unser Vorgänger-Klebstoff dort sogar Fundstück des Monats.
Klebstoffeinteilung Teil 1 Lösemittelkleber
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen am 24. Juni 2009
So, auf vielfachen Wunsch beginne ich heute mit “Unterricht” – also ein paar Hintergrundinformationen zum Thema Klebstoffe.
Ich wünsche angenehmen Lesegenuss!
Physikalisch abbindende Klebstoffe
sind Klebstoffe, bei denen der fertige Klebstoff, das heißt das Polymer, auf die zu verklebenden Teile aufgebracht wird. Zuerst wird das Polymer in eine verarbeitbare Form gebracht (aufgelöst, dispergiert, geschmolzen), um später im Klebespalt wieder zu verfestigen.
Hierzu werden physikalische Verfahren angewendet (s.o.), d.h. die Aushärtung erfolgt durch Verdunstung bzw. Erkaltung und kann in der Regel mit dem gegenteiligen Verfahren meistens wieder rückgängig gemacht werden.
Zur Veranschaulichung:
Die Klebstoffmoleküle sind als lange Molekülketten im Klebstoff enthalten. Entweder als echte Lösung oder als Dispersion (Teilchen liegen nebeneinander). Beim Abbinden entweicht die Flüssigkeit, die Makromoleküle verknäulen sich und bilden eine zähe Masse, die immer härter wird.
Der Klebstoff trocknet einfach.
Das Polymer verklebt nach Ende der Trockung die Einzelteile z.B.: Nass- Kontaktkleben + Dispersion).
Weitere physikalische Verfahren sind Schmelzkleben und Haftkleben.
Lösemittelhaltige Nassklebstoffe
Bei lösemittelhaltigen Nassklebstoffen liegt das Polymer in organischen Lösemitteln gelöst vor. Die Lösung wird in der Regel aufgespritzt oder gepinselt. Das Fügen erfolgt, solange noch genügend Lösemittel in der Klebschicht vorhanden sind, um die Oberfläche des zweiten Fügeteils zu benetzen. Durch Verdunsten der Lösemittel bindet der Klebstoff ab. Er wird zäher und verfestigt sich durch die physikalischen Wechselwirkungen zwischen den Polymerketten.
Typische Lösemittel sind z. B. Ethylactat, Aceton, Spezialbenzin, Toluol uvm.
Zum Diffusionskleben thermoplastischer Kunststoffe, auch Kaltschweißen genannt, werden sie auch verwandt. Hierbei müssen beide Klebflächen mit dem Klebstoff bestrichen werden, der ein Lösemittel enthält, welches die Oberfläche der Fügeteile anzulöst. Kurz danach werden die beiden Fügeteile zusammengefügt unter Druck oder fixiert).
Die Polymerketten der angelösten Oberfläche durchdringen sich und miteinander verknäulen. Nach Entweichen des Lösemittels entsteht eine Verbindung, die rein auf Kohäsionskräften beruht. Bis zur Endfestigkeit kann es einige Tage dauern.
Einsatzgebiete und Grenzen (Risiken)
Lösemittelklebstoffe sind multifunkional einsetzbar und verkleben eine grosse Anzahl unterschiedlichster Materalien. Oftmals werden sie als Universalklebstoffe angeboten.
Lösemittelklebstoffe haben gute Benetzungseigenschaften (auch bei niederenergetischen Materialien) und erreichen nach dem Verdunsten schnell hohe Anfangsfestigkeiten (Handhabungsfest). Sie sind in der Regel alters-, witterungs- sowie chemikalienbeständig.
Einige sind sogar beständig gegen Weichmacher und Treibstoffe. Sie haben ein breites Temperaturspektrum von -40°C bis 90°C, einige sogar bis 120°C (Spezialeinstellungen bis 160°C)
- spannungsrissempfindliche Materialien wie zum Beispiel Polycarbonat sollten vor Anwendung getestet werden, da die einige Lösemittel Spannungsrisse auslösen können.
- Bei großen Klebflächen sollte mindestens ein Substrat lösemitteldurchlässig sein, da das vollständige Aushärten der Verklebung lange dauern kann (bis zu einigen Tagen oder Wochen).
- Lösemittelbelastung bei der Verarbeitung
Erste Lektion gemeistert. SUPER!
Noch jemand der in Ranstadt klebt
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines am 6. April 2009
Stefan Klebsch (ja, der Name passt zu einem “Kleber”) – klebt professionell Aquarien. Von ganz klein für den Haus-, Hof- und Heimbedarf bis ganz GROSS für Kunden mit viel Platz. Eine seiner Spezialitäten sind die Aquarienherstellung mit gewölbten Scheiben.
NEIN – nicht an die runden Fischgläser von früher denken. Klebsch’s geklebte Werke sind wahre Kunstwerke, fast schon Designerstücke. Ein Vorgeschmack auf seine schönen Wolkenbecken finden Sie mit einem Klick auf den Link.
Wenn gewünscht kann man(n) (oder auch frau) live bei der Entstehung eines Aquariums zuschauen, dann lernen Sie auch seine sechs Perlrochen kennen. Bei ganz großen Objekten ist er bundesweit für eine Verklebung vor Ort ” mit seinem wichtigsten Arbeitsgerät” (Zitat) der Silikonspritze im Einsatz.
Falls wir Sie neugierig gemacht haben, mehr Infos unter www.aquaglas.de.
Möge der Kleber immer kleben



