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Kunst mit und durch Klebstoffe – Klebstoffentwicklung mal gänzlich anders
Verfasst von Michael Windecker unter Allgemeines, Aussergewöhnliches, Fun, Gut zu wissen am 17. Mai 2011
Wir werden zum Kunst-Blog bzw. zum Kunstunterstützer Blog. Durch unsere Berichte über Tape-Art und durch unsere aktive Unterstützung von Künstlern, wie zum Beispiel Andre Tempel, mit seinen anschaulichen Objekten, oder Winrich Bonerewitz, (ein Jurymitglied bei unserem Wettbewerb), bei seinem Keltenfürst Bildnis, haben wir uns einen positiven Namen in der Künstlerszene gemacht.
In einer neuen Anfrage haben uns der Künstler Christoph Katzler und sein Projektteam ‘Numen’ vor größere Herausforderungen gestellt. Zur Zeit verkleben er und sein Team Glasfasernetze mit sich selbst und fertigen überdimensionale, begehbare Kunstwerke.
Erst hörte sich diese Geschichte nicht nur außergewöhnlich sondern schon leicht abstrus (lt.Duden verworren,wirr, abwegig, chaotisch, diffus, dunkel, konfus, kraus, unausgegoren, ungeordnet, unklar, unverständlich, durcheinander, grotesk, kurios, merkwürdig) an.
Erst nach der Erklärung einiger Details kam Licht ins Dunkle. So richtig Spaß an der Aufgabe habe ich erst durch das Studium der Homepage bekommen. Zur Zeit werden diese tollen Objekte mit Klebeband hergestellt. Eine super Leistung des Künstlerteams und Respekt an den Hersteller des Klebebandes, welches für solch tragende Funktionen im Alltag nicht eingesetzt wird und diese Funktion bei der Entwicklung des Bandes sicherlich nicht auf der Agenda standen.
Um noch gewagtere Geometrien herstellen zu können bedarf es aber einer anderen Arbeitsweise und damit eines neuen Klebstoffes. So kamen wir ins Geschäft.
Die Vorgaben der Kleber (Verarbeiter) waren aber leider nicht leicht abzuarbeiten.
Hier ein Auszug unserer Projektanforderungen:
- gewünscht wird ein EINkomponentensystem
-wässrige Basis + kurze Aushärtezeit
- muss transparent aushärten
-ausgehärteter Klebstoff sollte elastisch bleiben
-muss mechanische Belastungen aushalten (in alle Richtungen)= Zug- + Scherbelastungen
-angenehme Weichheit nach Aushärtung, da Hautkontakt bestehen kann
-Brandbeständigkeit bzw. unbrennbar
Alles in Allem ein ordentlicher Berg der vor uns lag, so mal sich einige Anforderungen gegenseitig ausschließen. Schnell aushärten und wässrige Systeme laufen völlig konträr.
Aber nach einigen Tagen Entwicklungsarbeit und noch mehr Versuchen konnten wir heute ein Produktmuster verschicken das alle Aufgaben bewältigen wird. Ich bin extrem gespannt auf die Praxistauglichkeit unseres Produktes, auch wenn es für diese Anwendung nicht alltäglich sein wird und der neue Markt für den neuen Klebstoff nicht sehr groß sein dürfte. Wobei solche Objekte auch in unserem Büro oder bei mir im Garten zur Geltung kämen. Mal sehen!
Das selbst solche höchst anspruchsvollen Verklebungen von unserem Team gemeistert werden ist faszinierend und auf jeden Fall einen Blog-Bericht wert.
Auf jeden Fall sind solche Aufgaben und Herausforderungen die Würze im Klebstoff-Alltag.
André Tempel – Kunst in Wismar
Verfasst von Michael Windecker unter Aussergewöhnliches am 13. Juli 2010
André Tempel ist ein von uns unterstützter Künstler aus Dresden. Ich habe ja hier bereits einmal über seine Werke geschrieben.
André Tempel hat in Wismar auf den Scheiben des Hauses Mecklenburger Straße 10 eine „Wundernatur“ geschaffen:
ein künstliches, weißes Netz aus weißem Acryl.
Eine von sechs Stationen der Kunst-im-Stadtraum-Aktion 2009 „Natürlich Natur“ in Wismar.
„Wismar ist keine steinerne, sondern eine grüne Stadt“, begründete Senator Michael Berkhahn als Vertreter der Bürgermeisterin, dass eine Ausstellung unter diesem Motto in Wismar längst überfällig war. Miro Zahra, Ideengeberin, Kuratorin und auch teilnehmende Künstlerin: „Das Projekt ist ein eigenständiger Beitrag Wismars zur Bundesgartenschau in Schwerin.“ Sie möchte mit der Kunst im öffentlichen Stadtraum ganz bewusst die Menschen erreichen, die sonst nicht in Museen oder Galerien gehen.
Wie häufig und wunderschön unsere technischen Produkte für Kunst eingesetzt werden und eben welche Ergebnisse dabei entstehen, das begeistert mich jedesmal aufs Neue.
Insgesamt 11 m x 17 m Modern Art aus unserem Haus.
Super André, weiter so!
Ich freue mich schon auf die neue Ausstellung im PackHof, Museum Junge Kunst, in Frankfurt an der Oder vom 11.07 bis zum 19.09.2010.
Ich bin gespannt wie unsere Produkte in diesem Umfeld wirken. Schauen Sie doch einfach mal vorbei, wenn Sie in der Nähe sind.
Kunst mit Acryl
Verfasst von Michael Windecker unter Aussergewöhnliches am 20. März 2009
Ich habe dieses Blog ja nicht umsonst mit dem Begriff “Faszination” beginnen lassen.
Heute möchte ich Ihnen ein Beispiel zeigen, wie man mit unseren Produkten auch künstlerisch tätig werden kann und zwar im absolut seriösen Rahmen.
Mein Lieblingsbeispiel sind die Arbeiten von André Tempel, der Acryl und Silikon losgelöst von seiner eigentlichen Funktion als Kleber bzw. Dichtstoff verwendet.
Dabei entstehen flächenhafte Arbeiten mit ornamental anmutender Binnenstruktur. Das nachstehende Beispiel zeigt sehr schön die Wirkung auf Räume.

Das Kunstwerk trägt den Namen WL5/40, stammt aus dem Jahre 2006, Material Silicon, Größe 140 x 400 cm, Künstler und Foto André Tempel, Courtesy Galerie DISKUS Berlin.
Ich freue mich immer wieder, wenn ich so etwas sehe







