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Gefahrgut lagern – aber richtig
Verfasst von Michael Windecker unter Firmen-Informationen, Link-Empfehlung am 28. Februar 2011
Nachdem ich mich vor einigen Tagen über fehlende Datenblätter und schlampigen Umgang mit Gefahrgütern in unserer Nachbarschaft beklagt habe (Details finden Sie hier), kamen anschließend einige Nachfragen, wie z.B.:
Wie macht IHR das denn? Kann das bei euch auch passieren? etc.
Klare Antwort aus unserem Hause: NEIN!!!
Warum? Erkläre ich Ihnen gerne.
Als wir im Jahre 1998 die Umstruktrierung der DEKALIN Deutsche Klebstoffe Werke in Hanau begannen, war die Errichtung eines Gefahrgutlagers ein Schlüsselprojekt um in der Zukunft leistungs- und wettbewerbsfähig zu sein. Zu Beginn des Projektes wurden Zuständigkeiten und Ansprechpartner für die Umsetzung ermittelt. Grob ergeben sich hier überschneidende Zuständigkeiten unterschiedlicher Behörden (Gewerbeaufsichtsamt über Feuerwehr bis zur Wasserbehörde).
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Im Detail ergibt sich aber ein Schaubild Lageranforderung (PDF-Datei als Download) mit vielen Größen. Nach sorgfältiger Prüfung kamen wir zu dem Ergebniss, daß eine externe Lösung für unser zukünftiges Geschäftsmodell zwar etwas teurer aber auch sicherer ist. Gleichzeitig wird es anpaßungs- und wandlungsfähiger, d.h. es kann flexibler und schneller auf Kundenwünsche eingegangen werden.
Für die unfallfreie Abwicklung von Logistikdienstleistungen haben wir uns die Scheren Logistik in Düssseldorf als Partner gesucht.
Scheren ist ein Fullservice Logistikdienstleister mit den Tätigkeitsfeldern Distribution, Warehousing, Spedition und Transport von Chemie-, Pharma-, Healthcare- und Kosmetikprodukten, wobei der Schwerpunkt auf dem Gebiet Warehousing liegt.
Scheren bewirtschaftet vier Zentralläger mit einer Kapazität von 100.000 Paletten-Stellplätzen und einer Personalstärke von rd. 180 Mitarbeitern für uns und weitere namhafte Markenartikelhersteller.
In Düsseldorf lagert Scheren alle Produkte aus dem Hause DEKA, von Spezial-Industrieprodukten, mit außergewöhnlichen Gefahreneigenschaften, bis hin zu einfachen klassischen Dispersionen. Der Weiterversand erfolgt von dort in alle Welt. Damit verbunden sind klassische Zusatzdienstleistungen wie Kommissionierung, Containerstauen und Verpacken nach IATA-DGR u.a..
Neben der Einhaltung nationaler und internationaler Gefahrgutvorschriften werden auch die Responsible Care Maßgaben unseres Fachverbandes Chemie (VCI) erfüllt.
Die Lagerhallen sind mit Feuermeldern, Feuerlöschern und Wandhydranten ausgestattet. Sie haben aufwendige, vollautomatische Feuerlöschanlagen installiert, die mit einer Brandmeldeanlage gekoppelt sind. Diese Brandmeldeanlage steht über Direktleitung rund um die Uhr mit der Alarmzentrale der Feuerwehr in Verbindung. Abgerundet wird das System mit einer Gasüberwachungs- und einer CO2-Löschanlage.
Nun können Sie sicherlich unseren Standpunkt und unser Unverständnis besser verstehen. Beim Thema Sicherheit spielen Kosten in unserer Firmenphilosophie eine untergeordnete Rolle.
Was sind eigentlich R- und S-Sätze?
Verfasst von Michael Windecker unter Gut zu wissen am 12. Mai 2009
Ich werde wirklich manchmal spannende Dinge gefragt. In diesem Beitrag möchte ich eine Frage beantworten, die sich nach R- und S-Sätzen erkundigt.
R- und S-Sätze (“Risiko- und Sicherheitssätze”) sind Warnhinweise in Code-Form, um Gefahrenmerkmale von einzelnen Gefahrstoffen zu charakterisieren.
Es handelt sich dabei nicht um irgendeine Idee sondern um ein wichtiges Hilfsmittel der Gefahrstoffkennzeichnung (innerhalb der EU ist die Gefahrstoffkennzeichnung Pflicht).
Die R-Sätze sind der Ausgangspunkt bei der Einstufung eines gefährlichen Stoffes, indem sie das Risiko beschreiben. Wenn dieses Risiko beschrieben ist, kann die mögliche Gefahr entsprechend beschrieben werden (Gefahrenbezeichnung), die Gefahrenbezeichnung dann entsprechend symbolisiert werden (Gefahrensymbole) und schliesslich der sichere Umgang mit diesen Stoffen formuliert werden – letzteres ergibt dann die S-Sätze.
Schauen wir uns einige gängige Beispiele be unseren Klebstoffen an.
Beispiel R-Sätze
R 10 Entzündlich.
R 11 Leichtentzündlich.
R 12 Hochentzündlich.
…
R 36 Reizt die Augen.
R 37 Reizt die Atmungsorgane.
R 38 Reizt die Haut.
….
R 52/53 Schädlich für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkung haben
R67 Dämpfe können Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen
Beispiel S-Sätze
S 1 Unter Verschluss aufbewahren.
S 2 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
S 3 Kühl aufbewahren.
S 4 Von Wohnplätzen fernhalten.
…
S 24 Berührung mit der Haut vermeiden.
S 25 Berührung mit den Augen vermeiden.
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Die S-Sätze sollen Gefahren bei ‘nicht richtigem Gebrauch’ herausheben und vorbeugen. Obwohl wir unsere Produkte ausschließlich an berufsmäßige Verwender liefern (dort werden normalerweise nur die Nummern der Sätze aufgedruckt) drucken wir den vollständigen Text auf unsere Label um dem Nutzer eindeutig auf die Gefahren hinzuweisen.
Wer noch mehr wissen will, bei Wikipedia ist das sehr gut beschrieben.
Ich hoffe die vielen Hinweise auf unsere “gefährlichen” Produkte haben keine abschreckende Wirkung auf ihre Nutzung, denn nur “Fehlverhalten” führt zu Problemen. In den letzten 10 Jahren sind uns, trotz zigtausender Anwendungen, nur 2 Fälle zu Gehör gekommen. Toi,Toi,Toi, ……….. und weiterhin gut kleb!





